Wo der Milchmannechäs produziert wird und reift

SCHACHEN. Die Käserei in Schachen bei Reute hat eine mehr als hundertjährige Tradition. Seit 2002 stellt Käsermeister Marcel Tobler eine Vielzahl verschiedener Käseprodukte her. Er ist Schacherkäser in vierter Generation.

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SCHACHEN. Die Käserei in Schachen bei Reute hat eine mehr als hundertjährige Tradition. Seit 2002 stellt Käsermeister Marcel Tobler eine Vielzahl verschiedener Käseprodukte her. Er ist Schacherkäser in vierter Generation.

Gegründet wurde die Käserei Tobler in Schachen bei Reute im Jahr 1901 von seinem Urgrossvater Ferdinand Tobler. Sein Grossvater Walter übernahm den Betrieb 1938 und führte ihn bis 1964. In den Jahren 1964 bis 1996 leiteten die Käserei seine Eltern Andreas und Lina Tobler. Ab Mai 2002 hat Marcel Tobler die Leitung der Käserei übernommen.

Interessante Spezialitäten

Das wichtigste Produkt der Käserei Tobler ist auch heute noch der Appenzeller. Rund 1,3 bis 1,4 Mio. Kilogramm Milch verarbeitet Marcel Tobler jährlich zu etwa 120 Tonnen Appenzeller Käse und weiteren Lokalsorten.

Weiter werden noch verschiedene Käsespezialitäten produziert – den Schachenkäse aus den Bergen, den halbfetten Schachenkäse und vor allem den würzig-cremigen Milchmannechäs. Die vollfetten Mutschli gibt's in verschiedenen Sorten: Natur, Knoblauch, Chili, Kümmel, Oliven, Pistazien, Pfeffer, Schnittlauch, Zitronenwunder mit geschrotetem Pfeffer und Zitronenzesten und saisonalem Bärlauch.

Anlässlich der Rheintaler Culinarium-Aktion «Käseentdeckungen 2016» bieten die Sennhütte, Thal, der Dorfladen Enzler, Walzenhausen, die Molkerei-Mosterei Caviezel, St. Margrethen, Heidis Dorfmolki, Heerbrugg, der Dorfladen Marbach, Go Poschta, Widnau, die Rhy-Chäsi, Diepoldsau, Chäsi Manser, Altstätten, und die Molkerei Montlingen noch bis Ende März zwei seiner Käse zur Degustation an: ein Schnittlauch-Mutschli und den Milchmannechäs.

Nachhaltige Käseproduktion

Marcel Tobler hat den elterlichen Betrieb in den vergangenen Jahren ausgebaut, modernisiert und so weit möglich auch automatisiert. Er ist dabei aber immer bestrebt, seine Produkte nachhaltig und ökologisch sinnvoll zu produzieren. Kurze Wege sind ihm wichtig.

So stammt seine Milch grundsätzlich von Landwirten aus der näheren Umgebung. Und einen grossen Teil seiner Produkte vermarktet er selbst in der näheren Region sowie im Rheintal.

Auch das hauptsächliche Nebenprodukt der Käserei, die Molke, verbraucht Tobler selbst zur Mastfütterung seiner rund 500 Schweine.

Tag der offenen Tür

Nachhaltig ist auch die neue Heizung im Käsereibetrieb. Die Heizzentrale wird mit Holzschnitzeln aus den umliegenden Wäldern betrieben. Die neue Holzschnitzel-Heizzentrale sowie die Käserei und den Käsekeller zeigt Marcel Tobler gemeinsam mit der ASS Energietechnik GmbH, Oberegg, seinen interessierten Besuchern am Tag der offenen Tür. Er findet statt am Samstag, 9. April, von 13.30 bis 17.30 Uhr. (mp)