WM-Titel der schlechten Art

Die Schweizer Fussballnationalmannschaft hat sich nach dem ersten Rang in einer einfachen WM-Quali-Gruppe überschätzt, das legen die bisherigen Auftritte nahe: Im Startspiel gegen Ecuador siegte die Schweiz nur mit viel Glück, und gegen Frankreich sah sie, dass Weltklasseteams in einer anderen Liga spielen.

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Yves Solenthaler

Yves Solenthaler

Die Schweizer Fussballnationalmannschaft hat sich nach dem ersten Rang in einer einfachen WM-Quali-Gruppe überschätzt, das legen die bisherigen Auftritte nahe: Im Startspiel gegen Ecuador siegte die Schweiz nur mit viel Glück, und gegen Frankreich sah sie, dass Weltklasseteams in einer anderen Liga spielen.

Dennoch ist es für Hitzfelds Spieler noch möglich, die Achtelfinals zu erreichen. Allerdings müssen sie in Brasilien noch eine Aufgabe erfüllen, die sie an den letzten beiden Weltmeisterschaften mit Bravour gemeistert haben: Sowohl in Deutschland 2006 als auch in Südafrika 2010 war die Schweizer Nati im schlechtesten Spiel des Turniers dabei. Vor acht Jahren beim Achtelfinal gegen Ukraine, vor vier Jahren beim letzten Vorrundenspiel gegen Honduras.

Die Mittelamerikaner sind auch diesmal der letzte Vorrundengegner. Was aber bei Japan – Griechenland geboten wurde, ist nur schwer zu unterbieten.

Nach dem Frankreich-Spiel war die Schweiz noch Anwärterin auf die schwächste Defensivleistung. Aber selbst diesen WM-Titel hat uns Südkorea inzwischen weggeschnappt.

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