WM-Titel dank Geheimwaffe

Erst seit 1992 gehört die Republik Südafrika dem internationalen Fussballverband an und darf an Weltmeisterschaften teilnehmen. Aber der damalige Nationaltrainer Tshabalala hatte Recht, als er sagte: «Wir werden die Welt in Flammen setzen. Wir sind angekommen».

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Erst seit 1992 gehört die Republik Südafrika dem internationalen Fussballverband an und darf an Weltmeisterschaften teilnehmen. Aber der damalige Nationaltrainer Tshabalala hatte Recht, als er sagte: «Wir werden die Welt in Flammen setzen. Wir sind angekommen». Seither taten sich die Südafrikaner zwar schwer an Grossanlässen; kein einziges Mal überstanden sie bisher die Vorrunde und auch am Africa Cup of Nations (ANC) blieb der erwünschte Erfolg im fremden Land aus.

Zuhause jedoch sind die Südafrikaner eine Macht. Den einzigen ANC im eigenen Land gewann der Gastgeber überlegen und am letztjährigen Confederations Cup überraschten sie mit Rang vier, nachdem sie Europameister Spanien erst in der Verlängerung knapp unterlegen waren. Auch ohne Stürmerstar und Rekordtorschütze Benni McCarthy gewinnen die «Bafana Bafana» die WM 2010 im eigenen Land, denn sie haben eine Geheimwaffe: die Vuvuzuelas.

Mit den Blechinstrumenten, die übersetzt «Krach-Macher» heissen und in südafrikanischen Spielen regelmässig TV-Kommentar und Schiedsrichterpfiffe übertönen, werden die einheimischen Fans die Gegner zurück nach Hause und die Bafana Bafana zum WM-Titel blasen.

Yannik Pozní?ek