Wir wollten sie nicht

Wir freuen uns mit Patricia Mattle (CVP, Altstätten), Peter Kuster (SVP, Diepoldsau) und Rolf Huber (FDP, Oberriet). Patricia Mattle hat zwar noch nicht zugesagt, aber auch sie ist vorgesehen, uns nicht gewählten Rheintalern im St. Galler Kantonsrat Gehör und Einfluss zu verschaffen.

René Schneider
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Wir freuen uns mit Patricia Mattle (CVP, Altstätten), Peter Kuster (SVP, Diepoldsau) und Rolf Huber (FDP, Oberriet). Patricia Mattle hat zwar noch nicht zugesagt, aber auch sie ist vorgesehen, uns nicht gewählten Rheintalern im St. Galler Kantonsrat Gehör und Einfluss zu verschaffen. Die drei wurden bei den letzten Kantonsratswahlen genauso wenig gewählt wie wir anderen Wahlberechtigten. Nur hatten sie kandidiert und wir nicht. Sie waren sozusagen die Erfolgreichsten unter den Verlierern. Jetzt, nur zwei Jahre nach den Wahlen, rücken sie ins Parlament nach. Weil Marlen Hasler (CVP, Widnau), Oskar Gächter (SVP, Rüthi) und Andreas Eggenberger (FDP, Rebstein) Platz machen oder (im Fall Gächter) Platz machten. Die taktischen Wahlmanöver sind legitim. Allerdings: Die Nichtgewählten werden uns bis zu den nächsten Wahlen zwar im Rahmen der Gesetze, aber mit reduzierter demokratischer Legitimation vertreten. Denn gewählt worden waren ja eben nicht sie.

Möglich wäre allerdings, die Spielregeln so zu ändern, dass am Ende einer Amtsdauer generell die Gewählten die Möglichkeit hätten, die besten Nichtgewählten nachrücken zu lassen. Dann müssten wir anderen Nichtgewählten nicht mehr alle vier Jahre an der Urne unseren Willen kundtun.

rene.schneider@rheintalmedien.ch