«Wir von der Jury waren begeistert»

RÜTHI. In Rüthi fand der 12. Solisten- und Ensemblewettbewerb für Jugendliche statt. Rund 100 Jungmusikantinnen und Jungmusikanten aus der ganzen Region stellten sich der Jury. Sie spielten alle auf einem respektabel hohen Niveau.

Max Pflüger
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Diego Söldi, Eichenwies. (Bilder: Max Pflüger)

Diego Söldi, Eichenwies. (Bilder: Max Pflüger)

2001 wurde der Rüthner Musikwettbewerb gegründet. Am Samstag wurde er von einem OK unter der Leitung von Richard Wenk, Elio Pellin und dem Schulleiter der Musikschule Oberrheintal zum zwölften Mal durchgeführt.

Hohes Niveau

Auch wenn gerade die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Aufregung hie und da einen Patzer einstecken mussten, so zeichnete sich das Gebotene doch durch durchschnittlich sehr gute Leistungen aus. Alle Jurymitglieder lobten die erfolgreiche Ausbildung und den hohen Leistungsstand der Rheintaler Musikschülerinnen und -schüler diesseits, aber auch jenseits des Rheins.

Gerade auch aus Österreich waren bemerkenswerte Vorträge zu hören, so zum Beispiel auf der Oboe und dem Fagott.

Jurymitglied Konstantin Keller zeigte sich überrascht und zufrieden. Er gratulierte allen Teilnehmern, auch denjenigen, die das Podest der Besten nicht erreicht hatten. «Wer ein Ziel hat, für den ist der Weg leicht», sagte er. Allein schon durch die Vorbereitung, das Durchhalten und den Auftritt vor Publikum dürfe jedes seinen ganz eigenen Gewinn mit nach Hause tragen.

«Wir von der Jury waren wirklich begeistert. Macht weiter so, uns hat es riesige Freude gemacht», rief er den jungen Musikerinnen und Musikern zu. Und mit Ludwig van Beethoven meinte er: «Wer ein Instrument spielt, kann nie mehr ganz unglücklich sein.»

Dank auch an die Eltern

OK-Präsident Richard Wenk dankte den Ausbildnern, aber auch den Eltern für ihren geduldigen Einsatz. Ohne ständige Motivation und ohne Unterstützung zum Durchhalten lasse sich kein Instrument erlernen.

Tagessiegerin aus Mörschwil

Ganz in diesem Sinne ging es in Rüthi mehr um das Mitmachen als um den Sieg. Aber dennoch durften sich die Gewinner natürlich riesig freuen und sich für ihren Einsatz belohnt sehen.

Bewertet wurde jeder Vortrag von je zwei kompetenten Juroren. Sie vergaben für die Faktoren Stimmung und Intonation, Rhythmus und Metrum, Dynamik und Klangausgleich, Tonkultur und Technik, musikalischer Ausdruck und Interpretation maximal je 20 Punkte, pro Experte und Faktor maximal 10. Damit ergibt sich eine Höchstnote von 120 Punkten pro Vortrag.

Den Tagessieg in Rüthi erspielte sich Nadja Bronwasser aus Mörschwil. Sie erzielte für ihren Vortrag «Concertino for Flute and Piano, Opus 107» der französischen Komponistin Cécile Chaminade (1857–1944) als einzige Teilnehmerin die maximale Punktzahl. Die gesamten Ranglisten sind auf der Homepage der Musikschule (www.msor.ch) einzusehen.

Preisträgerkonzert

Und eine Auswahl der besten Wettspielvorträge wird am Samstag, 17. November, um 18.30 Uhr anlässlich eines «Preisträgerkonzertes» zu hören sein. Das Konzert soll einen bestmöglichen Eindruck von der Vielseitigkeit des Wettbewerbs in Rüthi geben.

Amy Höfliger, Altstätten.

Amy Höfliger, Altstätten.

Sebastian Büchel, Rüthi.

Sebastian Büchel, Rüthi.

Nina Enz, Diepoldsau.

Nina Enz, Diepoldsau.

Elin Gschwend, Oberriet.

Elin Gschwend, Oberriet.