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Wir und die Feuerwehr

Stichwort
Gert Bruderer

Gestern ist zum Glück kein Zug entgleist, im Rheintal kein Flugzeug vom Himmel gefallen, kein Haus abgebrannt, kein Keller mit Wasser gefüllt worden. Der angenehme Lauf der Dinge bestimmte (jedenfalls bis zum tragischen Töffunfall nach 16 Uhr auf der Autobahn) den sonnigen Tag. Weil solche Reibungslosigkeit der Regel entspricht, wird normalerweise nicht berichtet, was (einmal mehr) gut gelaufen ist.

Für Feuerwehrleute sah die jüngste Vergangenheit anders aus. Zum Beispiel so: Nachts einen Keller auspumpen, nächstentags eine Alarmübung bestreiten, an weiteren zwei Tagen dem Hochwasser trotzen, am Morgen danach einen Hund retten, weitere Keller auspumpen, sich nur eine Woche später dem Wind entgegenstellen, auf Dächer und Autos gestürzte Bäume entfernen, tatü tata.

Falls nicht grad das Wasser kommt oder sonst ein Notfall eintritt (was daheim zum Glück eher die ganz grosse Ausnahme darstellt), ist das eigene Leben erfreulich bequem. Die Dankbarkeit ist umso grösser (oder sollte umso grösser sein). Sie gilt vor allem denen, die jedes Mal, wenn es nötig wird, mit dem stets gleichen Elan los­eilen, retten, was zu retten ist, und anderen das zurückbringen, was für sie das Gewohnte ist: die tägliche Bequemlichkeit.

Gert Bruderer

gert.bruderer@rheintalmedien.ch

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