«Wir suchen, ihr findet»

«Lueg 's Städli a»: Altstätten verändern, verbessern, erneuern. Leute mit Vorschlägen, Ideen und Träumen haben Ende März am runden Tisch im Diogenes-Theater die unverbindliche Gelegenheit.

Claudio Donati
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ALTSTÄTTEN. Es ist 36 Jahre her, da riefen die Altstätter Erich Willener und Hansjörg Graf ihre Mitbewohnerinnen und Mitbewohner zum Ideenaustausch auf. Wer in der Stadt etwas verändern, etwas Neues auf die Beine stellen oder sonst einen Beitrag leisten wollte, konnte daran teilnehmen. Die beiden Initianten nannten ihre Veranstaltung «Lueg 's Städtli a». Sie war ein Erfolg. Aus der Zusammenkunft ist das Diogenes-Theater zu neuem Leben erweckt und die Elternschule gegründet worden.

Neuauflage nötig

Und heute? Altstätten ist eine Baustelle. Mehr denn je. Leere Schaufenster, geschlossene Lokale. Freie Räume. Viele Möglichkeiten. Die Stadt hat eine Neuauflage von «Lueg 's Städtli a» nötig. Das finden Esther Gächter und Eva Graf, die Tochter von Hansjörg Graf und jetzige Diogenes-Präsidentin. Deshalb laden sie am Mittwoch, 26. März, alle Interessierten zum runden Tisch ins «Diogenes». Neben Graf und Gächter wirken auch Ursula Stadlmüller und Marco Kehl mit. «Lueg 's Städtli a 2» soll ebenso Früchte tragen wie das Vorbild 1976. «Wir sind jetzt 40 gewesen und damit die tragende Generation dieser Stadt», sagt Eva Graf halb scherzend. Jetzt liege es an ihnen, Verantwortung zu übernehmen. Ihnen gehe es aber nicht darum, sich unbedingt selbst noch stärker einzubinden. «Gestalte dein Städtli», lautet das Motto der Organisatoren. Sie werden den Anlass Ende März leiten, moderieren und durch den Abend führen, aber inhaltlich nicht steuern. Die Ideen und das Engagement sollen aus der Bevölkerung kommen. «Wir suchen, ihr findet», sagt Eva Graf. Jeder, der in Altstätten etwas lancieren, erneuern, verändern oder verbessern möchte, ist willkommen.

Vorschläge sammeln

Mitdenken, mitreden oder nur zuhören: Die Teilnahme ist völlig unverbindlich, man verpflichtet sich zu nichts. Aber vielleicht findet jemand am runden Tisch Gleichgesinnte und es bildet sich eine Gruppe, die eine Idee weiterverfolgen und später verwirklichen möchte. An diesem Abend geht es darum, Vorschläge zu sammeln, auszutauschen, zu diskutieren und allenfalls Verbündete zu finden.

Etwas tun statt jammern

«Lueg 's Städtli a 2» soll keine Plattform für unfruchtbares Jammern sein, sondern für konstruktive Beiträge. Das ist den Organisatoren wichtig. «Die Gelegenheit nutzen und etwas tun statt sich beklagen», sagt Marco Kehl. Ob ein Spielplatz in der Marktgasse, das viel zitierte autofreie Städtli, ein spezielles Café oder sonst ein Vorschlag. Visionen, Träume, Utopien werden begrüsst. Sie dürfen auch ausgefallen sein.