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«Wir leben Berufsbildung»

ALTSTÄTTEN. Der Berufsevent in Altstätten war am Donnerstag Treffpunkt von rund 200 Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Bildung und Gesellschaft. Der Netzwerk-Event gab spannende Querdenker-Impulse.
Myrtle Alexander beschreibt in ihrer Doktorarbeit die Chance Industrie Rheintal als Vorbild für die amerikanische Wirtschaft.

Myrtle Alexander beschreibt in ihrer Doktorarbeit die Chance Industrie Rheintal als Vorbild für die amerikanische Wirtschaft.

Albert Koller, Koordinator des Berufsevents und Vorstandsmitglied des Vereins Chance Industrie Rheintal (CIR), brachte das Anliegen seines Vereins in einem Satz auf den Punkt: «Wir leben Berufsbildung.» Altstättens Stadtpräsident Ruedi Mattle dankte den Organisatoren für ihr Engagement und betonte, dass die richtige Berufswahl bedeutsam sei. Die Arbeitswelt müsse sich auf die veränderten Bedürfnisse der Gesellschaft und der Jugend einstellen. Der Berufsevent sei eine gute Möglichkeit, Trends zu spüren.

Feuer entfachen

Es gehe darum, in Kindern Feuer zu entfachen, Neugier und Lernfreude zu wecken, sagte Mark Riklin in seinem Impulsreferat. Der St. Galler Bildungs-Querdenker motivierte, mit Blick auf die Berufsbildung oder das Leben allgemein, Ungewohntes zu wagen. Der Anfang liege immer bei sich selber, wenn man andere begeistern wolle, rief er in Erinnerung. Er ermunterte dazu, über sich selbst lachen zu können. Zudem müsse man nicht nur Informationen aufnehmen, sondern diese auch innerlich verarbeiten. Viele Sachen gleichzeitig zu machen, sei nicht unbedingt sinnvoll. Man brauche Zeit, um Eindrücke zu verdauen. Besonders empfahl er entgegen der allgemeinen Betriebsamkeit eine «Nicht-zu-tun-Liste». Es sei auch wertvoll, einfach nichts zu tun.

Amerika lernt vom Rheintal

Myrtle Alexander präsentierte ihre Doktorarbeit über die Erkenntnisse, die sie für die amerikanische Wirtschaft aus dem Schweizer Berufsbildungssystem ableitet. Sie argumentierte, das duale Berufsbildungssystem sei wesentlich effizienter als in Amerika, was zum Beispiel die Arbeitslosenquote belege. In der Schweiz werde eine kooperierende Kultur in der Ausbildung gepflegt, während in Amerika eine kompetitive Kultur mit zu starkem akademischen Bezug vorherrsche. Die Schweiz denke voraus, was sie am Beispiel von Chance Industrie Rheintal verdeutlichte. In Amerika sei sie ernsthaft gefragt worden, ob dies wirklich funktioniere. Sie freute sich deshalb umso mehr, dass die amerikanische Regierung eine Lehrlings-Initiative lanciert hat. Die Erkenntnisse ihrer Doktorarbeit werden in einem Jahr an einer Konferenz in Miami für die amerikanische Wirtschaft weiterentwickelt.

Preise für schönste Solarmobile

Schliesslich wurden die drei Erschafferinnen der schönsten Solarmobile (die bereits im Vorfeld des Berufsevents kreiert wurden) ausgezeichnet. CIR-Vorstandsmitglied und «Mister Solarmobil» Heinz Wiget überreichte die Gutscheine für eine Klassenreise ins Paul-Scherrer-Institut Alisha Döllinger und Christina Frei aus Widnau sowie Naomi Lüchinger aus Oberriet. Auf der Solarmobil-Rennbahn lieferten sie sich danach mit den Besuchern des Berufsevents ein spannendes Rennen, während dem in manchem Wirtschaftskapitän das Kind im Manne geweckt wurde.

Eltern-Informationen

Der Berufsevent ist heute Samstag in der Schöntalhalle in Altstätten durchgehend von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Eine einstündige Information für Eltern zu aktuellen Fragen rund um die Begleitung Jugendlicher im Berufswahlprozess beginnt um 10.30 Uhr. Jugendliche können mit ihrem eigenen Solarmobil des Berufsevents am Solarmobilrennen mitmachen: Die Rennbahn ist von 9 bis 14.30 Uhr in Betrieb. (pd)

Bescheren dank ihren schönsten Mini-Solarmobil-Formen ihren ganzen Klassen einen Ausflug in ein Forschungslabor: Alisha Döllinger, Christina Frei und Naomi Lüchinger (von links) erhielten den Preis von «Mister Solarmobil» Heinz Wiget. (Bilder: pd)

Bescheren dank ihren schönsten Mini-Solarmobil-Formen ihren ganzen Klassen einen Ausflug in ein Forschungslabor: Alisha Döllinger, Christina Frei und Naomi Lüchinger (von links) erhielten den Preis von «Mister Solarmobil» Heinz Wiget. (Bilder: pd)

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