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«Wir haben nur positive Rückmeldungen erhalten»

Am Dienstag haben Wirtschaftsvertreter mit einem unbewilligten Plakat die Autobahnverbindung zwischen der Schweiz und Österreich gefordert. Die Initianten sehen die Aktion als Erfolg.
Remo Zollinger

Der Kampagne haftete der Anschein einer Rheintaler «Mini-Guerilla-Aktion» an. Ohne Bewilligung hatten Wirtschaftsvertreter aus dem Rheintal, Vorarlberg und dem Fürstentum Liechtenstein ein Plakat aufgehängt. Die Aufschrift: «50 Jahre sind genug! Wir wollen die Verbindung A-CH!».

Das Plakat ist unterdessen bereits wieder Geschichte. Schon am Mittwochmorgen sei es von der Autobahnmeisterei entfernt worden, sagte Mitinitiant Reinhard Frei. Der «Autobahnstumpen» bei St. Margrethen sieht wieder aus wie zuvor: Die Strasse hört dort einfach auf.

Hinter der Aktion steckt eine Arbeitsgemeinschaft, die sich seit dem letzten Jahr für den Bau einer Autobahnverbindung zwischen der Schweiz und Österreich einsetzt. Es gebe in Europa nirgends eine vergleichbare Region, die ganz ohne Autobahnverbindung auskäme, meinte etwa der Altstätter Unternehmer Karl Stadler am Dienstag. Reinhard Frei, Inhaber der Agentur freicom ag, sagte, er wolle mit der Aktion nicht nur die Politiker, sondern auch die Gefühle der Bevölkerung berühren.

Dies scheint dem Widnauer gelungen zu sein. Schon am Dienstag, als die Aktion über das Newsportal «rheintaler.ch» publik gemacht wurde, erhielt er viele Rückmeldungen. Gleich erging es ihm am Mittwoch, als diese Zeitung über die Plakat-Aktion berichtete.

Reinhard Frei zieht ein positives Fazit: «Wir haben sehr viele mündliche und schriftliche Rückmeldungen erhalten. Und zwar nur positive. Keine einzige negative», sagt er.

Einige Politiker haben Unterstützung zugesagt

Die zahlreichen Rückmeldungen beweisen, dass das Thema von Belang ist. So ist es auch nicht überraschend, dass es ein beträchtliches mediales Echo ausgelöst hat: Neben dieser Zeitung berichteten etwa auch das Vorarlberger Fernsehen oder TV Ostschweiz über das Thema. Auf TVO äusserte sich Regierungsrat Marc Mächler (FDP), der sagte, er werde das Anliegen beim Strassenverkehrsamt des Bundes (Astra) deponieren.

Mächler reiht sich ein in eine kleine Gruppe von Politikern, die sich bei Reinhard Frei gemeldet haben. «Vier National- und Ständeräte haben mir zugesichert, dass sie das Anliegen unterstützen», sagt Frei. Dazu gehören Ivo Bischofberger (CVP-Ständerat, AI) und Walter Müller (FDP-Nationalrat, SG). Müller setzt sich schon länger für die Autobahnverbindung zwischen der Schweiz und Österreich ein und hat vor vier Jahren eine Motion zu diesem Thema eingereicht. Durch sie wurde der Bundesrat beauftragt, sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen – wirklich Zählbares ist bis heute jedoch nicht passiert.

Übrigens: Die Arbeitsgruppe arbeitet nun daran, einen dauerhaften anderen Standort für das Plakat zu suchen. Ob dies ein bewilligter oder ein privater Ort wird, ist noch offen.

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