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«Wir geniessen jeden regenfreien Tag»

Regen, Regen, Regen. Für Gemüseproduzenten heisst dies: Das Pflanzen ist stark erschwert. Zum Glück ist es nicht auch noch sehr warm. Denn für die Kulturen ist die Kombination von Feuchtigkeit und Wärme Gift.
Gert Bruderer

RHEINTAL. Schon seit Wochen regnet es zwar meistens, aber wenigstens klettert das Thermometer kaum über 20 Grad. Das vermindert die Gefahr des Pilzbefalls.

Trotzdem: Peter Thurnheer aus St. Margrethen hat bereits Knollenfäule bei den Kartoffeln sowie Zwiebelmehltau feststellen müssen. Es handle sich allerdings um einen bloss leichten Befall.

Randen mussten warten

«Wir geniessen jeden Tag, an dem es nicht regnet», sagt Thurnheers Frau Susanna. Wenngleich dieses Geniessen mit reichlich Arbeit einher geht. Denn der Regen setzt die Gemüseproduzenten unter Druck. Ist es zwischendurch mal trocken, müssen sie sich sputen, um das bisschen regenfreie Zeit zu nutzen.

Problematisch ist der schwere Boden. Er verhindert, dass die Gemüseproduzenten mit den Maschinen aufs Feld können. Thurnheer will zum Beispiel seit zehn Tagen Randen pflanzen, konnte dies aber nicht tun.

«Mit Biegen und Brechen»

Grundsätzlich gilt: Je später gesät wird, desto grösser ist die Gefahr eines geschmälerten Ernteertrags. Die Kochgemüse und Salate hat Thurnheer «mit Biegen und Brechen gerade noch pflanzen können».

Je länger es regnet, desto mehr verschärft sich das Problem. Allerdings ist Peter Thurnheer zuversichtlich. Aus Erfahrung weiss er nämlich: Längere Regenperioden gibt es immer wieder. In der Regel finde während des Jahrs ein gewisser Ausgleich statt.

Ernteverlust zu befürchten

Rolf Künzler, der am Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez die Fachstelle Gemüsebau/Beeren leitet, stellt sich vor, dass ein gewisser Ernteverlust schon in wenigen Wochen spürbar sein könnte. Für die nächste Zeit steht die Pflanzung von Salat und Kochgemüse an. Broccoli, Blumenkohl, Fenchel zum Beispiel.

Alle zehn Tage pflanzen

Die verschiedenen Gemüsesorten werden alle zehn bis vierzehn Tage gepflanzt, damit laufend genug nachwächst. Diesen Plan kann allerdings der Regen durcheinander bringen.

Fortschritte bei Erdbeeren

Grosse Fortschritte hätten sich bei den Erdbeeren erzielen lassen, sagt Künzler. Die Verwendung eines einfachen Schutzes vor Regen – eine Art Tunnel über den Früchten – habe sich «mehr als bewährt». Wer seine Erdbeeren geschützt habe, freue sich über eine normale Ernte, wer nicht, müsse Abstriche machen.

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