«Wir brauchen einen Luftschirm»

ALTSTÄTTEN. Für Bundesrat Ueli Maurer geht es in der Gripen-Abstimmung vom 18. Mai nicht nur um die Beschaffung von Flugzeugen als Ersatz für die 35-jährige Tiger-Flotte, sondern um ein Bekenntnis zur Armee.

Max Tinner
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Die Grundstimmung sei bei solchen Abstimmungen immer die selbe, stellte er am Donnerstag im Altstätter «Sonnen»-Saal fest. Manche wollten die Armee weghaben, andere erachteten sie für nötig. Für Maurer steht die Sicherheit der Schweiz auf dem Spiel. Die beginne auf lokaler Ebene mit der Strom- und Wasserversorgung und der Kehrichtentsorgung, mit Feuerwehr und Polizei. «Wenn's brennt, braucht's aber auch die Armee», betonte er. Und die benötige zur Erfüllung ihrer luftpolizeilichen Aufgaben Kampfjets.

Lehne das Volk die Beschaffung der Gripen ab, könnten zwar die mittlerweile auch schon 15-jährigen F/A 18 Luftpolizeidienst leisten. Etwa 2025 hätten dann aber auch diese Flugzeuge ihre Lebensdauer erreicht. «Und haben wir dann die Gripen nicht, stehen wir ohne Luftschirm da», mahnte Ueli Maurer, «die Schweiz wäre dann wie ein Haus ohne Dach.» Und dies für längere Zeit. Denn von der Evaluation über die Beschaffung und die Ausbildung der Piloten dauere es 20 Jahre bis zur vollen Einsatzfähigkeit eines neuen Kampfflugzeugs.

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