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Wir brauchen die Bienen: Züchter wollen Interessierten die Welt der Honigsammler näher bringen

Dem erstarkten Interesse an den Bienen gerecht zu werden, ist dem Bienenzüchterverein Oberrheintal wichtig. Deshalb bringt er den Menschen die Welt der Bienen erstmals am Weltbienentag näher.
Gert Bruderer
Ivo Keel (links) und Werner Strub freuen sich auf den Weltbienentag. Wenn Sie die beiden reden hören möchten, bitte die App Xtend herunterladen und das Bild scannen. (Bild: Gert Bruderer)

Ivo Keel (links) und Werner Strub freuen sich auf den Weltbienentag. Wenn Sie die beiden reden hören möchten, bitte die App Xtend herunterladen und das Bild scannen. (Bild: Gert Bruderer)

Das schlimme Wort, das die Gesellschaft hellhörig werden liess, heisst Bienensterben. Bienen sind fürs Ökosystem sehr wichtig, weshalb es die Bienen zu schützen gilt.

Mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel ist abhängig von der Bestäubung durch Bienen.

Als im Jahr 2012 der Film «More than Honey» des Schweizers Markus Imhof in die Kinos kam, war das ein Weckruf. Der Bienenzüchterverein Oberrheintal führte sodann nicht mehr einen Grundkurs pro Jahr durch, sondern drei. Das Interesse war sprunghaft gestiegen.

Es gab Sponsoren, die sich selbst meldeten

Inzwischen sind es zwar nur noch zwei Kurse, aber die Einsatzfreude zugunsten der Biene ist immer noch merklich grösser als noch vor zehn Jahren.

Der Oberrheintaler Verein hat das zuletzt durch die gestiegene Spendenbereitschaft erfahren. Es ist leichter geworden, Sponsoren zu finden, und manche von ihnen hätten sich sogar von sich aus an den Verein gewandt, sagt das Altstätter Vorstandsmitglied Werner Strub.

Wichtig sind die Sponsorengelder, weil der Verein erstmals im grossen Stil die Varroamilbe bekämpft. Dieses Tier lebt als Parasit an Honigbienen. Die Varroamilbe gilt als der bedeutsamste Bienenschädling weltweit. Der Verein stellt nun die Mittel gegen die Bedrohung durch Varroa zur Verfügung, sei es Ameisensäure oder Oxalsäure, jedenfalls etwas Natürliches, das keine Giftstoffe zurücklässt. Ausserdem investiert der Verein nach wie vor in den Nachwuchs, die Weiterbildung – und in die Sensibilisierung.

In diesem Zusammenhang ist die bevorstehende Mitwirkung am Weltbienentag zu verstehen. Fünf Imker im oberen Rheintal heissen die Bevölkerung am Samstag, 18. Mai, von 11 bis 16 Uhr willkommen: Hansedi Obrist (Eichberg, Oberaustrasse 29), Willi Lenherr (Altstätten, Fleuben, beim Rhema-Gelände), Andrea Steiger (Altstätten, Buchen 1), Fredy Steiger (Lüchingen, Schluchgasse 21) sowie Ivo Keel (Rebstein, Stockenstrasse 9a).

Bienen sind angewiesen auf vielfältige Natur

Ivo Keel hat vor gut drei Jahren die Interessengemeinschaft Bienenfreunde gegründet, die heute knapp 100 Mitglieder zählt. Im Bienenzüchterverein Oberrheintal betätigen sich 110 Mitglieder. Weil kaum jemand hier wie dort Mitglied ist, ist somit von 200 aktiven Bienenfreunden im oberen Rheintal auszugehen.

Den Weltbienentag gab es erstmals im letzten Jahr. Der UNO ging es darum, das Bewusstsein für die Bedeutung der Biene zu stärken.

Wer am Samstag einen der vier mitwirkenden Imker oder die ebenfalls mitmachende Imkerin besucht, erfährt viel Interessantes über Bienen. Etwa zehn Arten weltweit zählen zu den Honigbienen, alle anderen über 20000 Arten sind Wildbienen. Ivo Keel beziffert die Zahl der Wildbienenarten in der Schweiz mit 500 bis 600 und sagt: «Wildbienen sind genauso wichtig wie Honigbienen.»

Genauso, wie wir die Bienen brauchen, benötigen die Bienen eine vielfältige Natur. Dass diese aus einheimischen Pflanzen bestehen sollte, ist eine Erkenntnis, die dabei ist, sich allmählich durchzusetzen. Es gibt jedoch noch sehr viel Wissenswertes – und Faszinierendes. Darüber sprechen die Imker am Weltbienentag kompetent und mit Leidenschaft.

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