«Wir arrangieren uns mit dem Bach»

BERNECK. Immer wieder ist die Mobil Werke AG betroffen, wenn der Littenbach über die Ufer tritt. Ganz besonders schlimm war es im letzten Juli. «Wir schützen unsere Firma, damit es keine Wiederholung gibt», sagt Roland Lang. Mit einer Mauer und einem Tor.

Monika von der Linden
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«Das Hochwasser soll die Mobil-Werke nicht mehr überfluten», sagt Geschäftsführer Roland Lang. Ein Schiebetor soll sie abschliessen. (Bild: Monika von der Linden)

«Das Hochwasser soll die Mobil-Werke nicht mehr überfluten», sagt Geschäftsführer Roland Lang. Ein Schiebetor soll sie abschliessen. (Bild: Monika von der Linden)

Es dauerte bis Ende Jahr, bis bei der Mobil Werke AG wieder Ruhe einkehrte. Gross waren die Schäden und die betrieblichen Einschränkungen, die das Hochwasser im Juli 2014 angerichtet hatte. Erst letzte Woche wurde die letzte der zerstörten Maschinen ersetzt. «Sie wird gerade montiert», sagt Roland Lang, Geschäftsführer seit dem Jahr 2002. Er erlebte hier drei Hochwasser des Baches. «So schlimm wie im Juli war es noch nie», sagt er. Mobil ist dem Littenbach ausgesetzt. Hochwasser verhindern kann sie nicht. «Wir arrangieren uns und schützen unsere Firma, damit es keine Wiederholung gibt», sagt Lang.

Nachdem die Schäden behoben waren und die Produktion wieder normal lief, erarbeitete Mobil mit der Gemeinde, dem Kanton und der Gebäudeversicherung nötige und wirksame Schutzmassnahmen. Das bei der Gemeinde Berneck eingereichte Baugesuch (Auflagefrist 14. bis 27. April) sieht zwei Bauten vor. Parallel zur Tramstrasse ist eine 30 Meter lange Betonmauer geplant. Allfälliges über das Ufer tretende Wasser soll an der 60 bis 80 Zentimeter hohen Sperre abgeleitet und zurück in den Bach geführt werden. Die Hofeinfahrt wird mit einem fahrbaren Tor abgeriegelt. Der Bach führte im letzten Jahr sehr viel Holz mit. Es zerschlug Fensterscheiben im Untergeschoss. Ein fix montiertes Stahlblech soll das künftig verhindern.

«Wir möchten ruhig schlafen und produzieren», sagt Roland Lang. Die Massnahme zum Hochwasserschutz kostet 300 000 Franken und ist auf eine noch grössere Flut ausgerichtet. Der Anteil der Gebäudeversicherung wird noch ausgehandelt.

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