Winterwandern in und um Oberriet

OBERRIET. Der Einladung der Wanderfreunde Wichenstein zu ihren internationalen Adventswandertagen sind trotz Wintereinbruchs 550 Wanderinnen und Wanderer aus dem In- und Ausland gefolgt.

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Urchige Wanderer: Ein Vater und sein Bub, beide vom Sport- und Wanderclub Säntiszwerge Appenzell, an den Oberrieter Adventswandertagen. (Bild: pd)

Urchige Wanderer: Ein Vater und sein Bub, beide vom Sport- und Wanderclub Säntiszwerge Appenzell, an den Oberrieter Adventswandertagen. (Bild: pd)

Vom Wintereinbruch und den vereisten Strassen überrascht reisten am Samstag weniger Wanderfreudige ins Rheintal als erwartet. Vor allem die Teilnehmer aus dem Raum München-Biberach klagten, sie seien mit Glatteis und Schneetreiben konfrontiert worden.

«Kommen gerne nach Oberriet»

Aber für sie sei es «Pflicht» nach Oberriet zu fahren. Die kameradschaftliche Atmosphäre bei den Wichensteinern wird sehr geschätzt.

Alle Wanderer freuen sich jedes Jahr auf die sehr schöne Dekoration, mit der auf die Adventszeit eingestimmt wird. Zudem gefällt ihnen die Landschaft mit den abwechslungsreichen Wanderstrecken und der herrlichen Bergwelt. Im Naturschutzgebiet seien ihnen an Bäumen Spuren aufgefallen, die womöglich von Bibern stammen. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht so etwas eben.

Die kleine, fünf Kilometer lange Route führte vom Werkhof auf Quartierstrassen zum Binnenkanal und dann zum Kontroll- und Verpflegungsposten in der neuen Lagerhalle von Hans Graf, Gemüsebau. Viele Wanderfreudige genossen die Rast hier. Sie bestaunten die grosse Halle und freuten sich, dass der Glühwein in einer heimeligen Atmosphäre in einem warmen Raum genossen werden konnte.

Nach dem Abstempeln der Startkarte bei der Gruppenkontrolle und einer Pause mit guter Verpflegung ging es dem Binnenkanal entlang und durch Oberriet zurück zum Werkhof.

Die zehn Kilometer lange Route führte wie die kürzere Route bis zum Binnenkanal, zweigte dort aber in Richtung Montlingen ab. Durchs Riet ging es abgeernteten Feldern entlang, mit einer herrlichen Aussicht auf die verschneiten Berge Vorarlbergs, Liechtensteins und des Rheintals, ebenfalls zum Kontroll- und Verpflegungsposten in der Gemüse-Lagerhalle.

Die Route führte danach weiter über das SAK-Werk ins Moos und via Steinbruch und Naturschutzgebiet Wichenstein zurück zum Werkhof.

Nach dem Abstempeln der Kilometer- und Teilnahme-Wertungshefte konnte zum gemütlichen Teil übergegangen werden. Das kameradschaftliche Zusammensein und der Gedankenaustausch untereinander ist den Wanderinnen und Wanderern genau so wichtig, wie die Bewegung in der Natur. In der Festwirtschaft konnte man sich zu familienfreundlichen Preisen verpflegen.

Bei interessanten Diskussionen, Witzen und lustigen Sprüchen verging die Zeit im Nu.

Wanderer als Botschafter

Obwohl die Teilnehmerzahlen beim Volkswandern rückläufig sind, nahmen immerhin 550 Personen aus 41 Wandergruppen aus dem In- und Ausland an der Adventswanderung in Oberriet teil. Die Wanderfreunde Wichenstein besuchen jedes Jahr verschiedene Wanderveranstaltungen. Sie sind sozusagen touristische Werbeträger Oberriets.

Mitglieder des Clubs Sportif des Cheminots Lausanne haben an diesem Wochenende ihrerseits einen Gegenbesuch in Oberriet gemacht. Sie verbrachten das Wochenende im Rheintal, um auch die permanenten Wanderungen in Buchs und Vaduz zu machen, die ebenfalls von den Wichensteinern betreut werden. (pd)

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