Wilhelm Tell besiegt Gessler in Ganterschwil

Oberegg. Nachdem 2010 die halbe Infrastruktur buchstäblich in den Klöntalersee geschwemmt wurde, konnte dieses Jahr das Zeltlager ohne Probleme und mit zum Teil neuem Material durchgeführt werden. Eine Schar von 65 Personen verbrachte eine erlebnisreiche Woche in Ganterschwil.

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Oberegg. Nachdem 2010 die halbe Infrastruktur buchstäblich in den Klöntalersee geschwemmt wurde, konnte dieses Jahr das Zeltlager ohne Probleme und mit zum Teil neuem Material durchgeführt werden. Eine Schar von 65 Personen verbrachte eine erlebnisreiche Woche in Ganterschwil. Die relativ durchzogene Witterung meisterte Blauring und Jungwacht Oberegg souverän. Wilhelm Tell begrüsste am Samstag, 23. Juli, die angereisten Kinder. Zuvor hatten die Leiterinnen und Leiter in drei Tagen die gesamte Infrastruktur auf der Wiese des Hengarten-Landwirtes, Köbi Roth, aufgestellt. Nach einem ersten Geländespiel schworen Werner Stauffacher aus Schwyz, Walter Fürst aus Uri und Arnold von Melchtal aus Unterwalden den berühmten Rütli-Schwur. Und auch die gesamte Lagerschar gelobte einander beizustehen und sich gegen die fremden Vögte zu wehren. Doch die Geschichte nahm ihren Lauf: Schon am Sonntag nach dem Super-10-Kampf richteten die Soldaten des Habsburgers Gessler einen Hut auf einer Stange ein, der vor allen Mahlzeiten gegrüsst werden sollte. Einen Tag später weigerte sich Wilhelm Tell eben diesen Hut zu grüssen und wurde verhaftet. So brachen die Lagerteilnehmer am Dienstag zur Tageswanderung auf, um ihren Helden zu suchen. Mit Zug und Bus fuhren alle nach Krinau, von dort ging es zu Fuss auf die Chrüzegg, wo bei herrlicher Aussicht eine Gulaschsuppe genossen wurde. Unterwegs konnte die Gemeinschaft den berühmten Apfelschuss vom Kopf des kleinen Walterli beobachten. Nach der Tageswanderung feierten Blauring und Jungwacht Oberegg auf dem Lagerplatz unter freiem Himmel den Lagergottesdienst mit Pfarrer Johann Kühnis, der zusammen mit weiteren Gästen angereist war. Am Mittwoch wurde Tell wiederum verschleppt und die Lagerteilnehmer brachen auf zur Biwak-Übernachtung, bei der die einzelnen Gruppen ihren Znacht selbständig zubereiteten. Tell wurde gefunden und als Gessler am Schluss des Lagers ein weiteres Mal auftauchte, konnte er von der aufgebrachten Kinderschar überwältigt werden. Der Kampf der Geschlechter entschied, dass die Jungwacht den Bundesbrief behalten darf, der seither in ihrem Gruppenraum hängt. Präses Tim Haas würdigte am Schlussabend das Lager-OK, alle Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter sowie die Küchencrew unter der Leitung von Daniel Inauen, der schon seit zehn Jahren die hungrigen Lagerteilnehmer mit Köstlichkeiten verwöhnt. Kaum zu glauben, dass bei 65 Teilnehmern in der Regel Mahlzeiten für 100 Soldaten zubereitet wurden! (pd)

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