Wieder über dem Strich

Die NLA-Frauen aus Staad erkämpfen sich gegen das «Retorten-Team» aus Neunkirch einen Punkt.

Christian Wenger
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FUSSBALL. Das Konzept der Schaffhauserinnen ist seit Jahren dasselbe: Ausländische Spielerinnen werden für so lange verpflichtet, bis diese aus Bewilligungsgründen die Schweiz wieder verlassen müssen.

Viele ausländische Spielerinnen

Diese werden dann mit «neuen» Spielerinnen (von rund um den Globus) ersetzt. So stieg der FC Neunkirch seit 2011 von der 1. Liga in die Nationalliga A auf. Dass dabei die Nachwuchsförderung vernachlässigt wird, wie sie beim FC Staad mit den U16- und U18-Teams stattfindet, sei nur eine Randnotiz. Zum Wesentlichen: Das Heimteam erwischte den besseren Start und kam im Gegensatz zum Hinspiel vor drei Monaten (2:4) wesentlich besser mit den aggressiveren Aufsteigerinnen klar. Allen voran Sabrina Petriella war gut aufgelegt und spielte ihre gewohnt genialen Pässe. Der ungewohnten Unterlage aber war es zu verdanken, dass nichts Zählbares dabei herausschaute. Neunkirch war in erster Linie darauf aus, das eigene Tor zu bewachen. Das logische Pausenresultat war somit 0:0.

Staad mit mehr Spielanteilen

Nach dem Seitenwechsel hatte das «Heimteam» deutlich mehr Spielanteile und kam nun auch vermehrt zu Chancen. Die beste vergab die 16-jährige Sabrina Horvat nach etwas mehr als einer Stunde, als sie den Ball knapp neben das Tor setzte. Auch Claudia Stilz hatte eine gute Möglichkeit nach 81 Minuten, sie drosch den Ball aber in den Nachthimmel. Auf der anderen Seite war der FCN immer wieder mit Kontern gefährlich. Die grösste Möglichkeit besass der Gast in der Nachspielzeit, als Rebekka Thoma gerade noch auf der Linie klären konnte.

Drei Spiele ohne Gegentore

Somit war es auch beim Schlusspfiff torlos, womit Staad in den letzten drei Partien keine Gegentreffer mehr einstecken musste. Staads Torfrau Daniela Hutter meinte nach der Partie: «Wir sind gut gestartet, haben dann aber nachgelassen und den Gegner immer besser ins Spiel kommen lassen. Wir haben dann mit unsauberen Bällen agiert und wurden so immer unsicherer. Im Gegensatz zum Hinspiel hatten wir aber einen viel besseren Körpereinsatz und haben spielerisch klar zugelegt.»

Die nächste Partie für die Raith-Elf steht am Samstag in Yverdon an. Auch da gilt es, einiges gut zu machen. Verlor man doch im August zu Hause diskussionslos mit 1:5. Das Team hat sich aber mittlerweile gefangen und kann optimistischer als auch schon die lange Fahrt an den Neuenburgersee antreten. Yverdon indes hat sein Mittwochspiel in Bern eher überraschend mit 0:2 verloren. Somit dürfte die Stimmung im Municipal aufgeheizt sein. Spielbeginn ist um 17 Uhr.

NATIONALLIGA A Staad – Neunkirch 0:0 Kellen, Tübach – 80 Zuschauer – SR: Jeremy Kohler Staad: Hutter; Baldauf, Brunner, Bruderer, R. Thoma; Trzaskowski; Mazukelyte (55. Bisquolm), Schepis, Petriella, Stilz; Horvat (70. van Elten) Bemerkungen: Staad ohne Aloi (krank), Sätteli (verletzt), Hardegger (Schule), Uhlemann, Dolch (beide nicht im Aufgebot)