Wie man Betrüger gekonnt austrickst

Oft leiden gerade ältere Personen unter der sogenannten Alltagskriminalität. Das muss nicht sein, wenn man die verschiedenen Betrüger-Tricks kennt und sich gleichzeitig mit gezieltem Verhalten präventiv schützt.

Janine Hürlimann
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Alfred Nüesch (r.) zeigt Urs Bücheler einen Brief aus Portugal, der eine Millionen-Erbschaft verspricht. (Bild: Janine Hürlimann)

Alfred Nüesch (r.) zeigt Urs Bücheler einen Brief aus Portugal, der eine Millionen-Erbschaft verspricht. (Bild: Janine Hürlimann)

Heerbrugg. Gestern lud die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Berneck-Au-Heerbrugg in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei St. Gallen zur Informationsveranstaltung «Sicherheit im Alltag für ältere Menschen» ein. 40 Personen nutzten die Chance, aktuelle Tricks von Betrügern kennenzulernen und dem Sicherheitsberater der Kapo, Urs Bücheler, Fragen zu stellen. Danach war Zeit, sich auszutauschen.

Die 117 für alle Fälle

«Sie sollten wissen, dass die Polizei ihre Mithilfe braucht», erzählte Bücheler den Anwesenden. Darum habe der Kanton St. Gallen die Kantonale Notruf- und Alarm-Zentrale in St. Gallen realisiert. Hier laufen auf der Nummer 117 alle Notrufe ein, auch jene für Sanität und Feuerwehr. «Rufen Sie bei aussergewöhnlichen Beobachtungen in ihrem Umfeld an», forderte Bücheler auf. Der Kanton hat 615 Polizeibeamte, was nicht sehr viel sei. In Sachen Sicherheit ist wichtig, dass man sich mit weiteren Personen – etwa Nachbarn – zusammentut. «Fragen Sie bei Ferienabwesenheit, ob jemand den Briefkasten leert, und bieten Sie den Service auch an», erklärte der Experte. Zudem bietet die Sicherheitsberatung der Kapo bei Wohneigentum gratis eine Schwachstellenanalyse gegen Einbruch an.

Der Enkeltrick ist perfide

Immer wieder fallen gerade ältere Menschen auf den Enkeltrick rein. Die Anrufer gehen raffiniert vor und ergaunern hohe Bargeldbeträge. «Auch sind die Zeiten des gelben Postbüchleins vorbei», weiss der Sicherheitsberater. Es gibt sichere Alternativen, wie die Bankanweisung. Generell sind drei wichtige Punkte zu beachten: Wertsachen werden auf dem Körper getragen. Es gibt keinen Grund auf der Welt, viel Geld von der Bank abzuheben und am selben Tag an eine Person auszuhändigen. Zudem sollten im Allgemeinen keine Haustürgeschäfte – auch nicht per Internet – getätigt werden. Niemand bekommt so wertvolle Lederjacken oder Teppiche und auch Millionen werden auf diese Weise nicht gewonnen.

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