Wie die Holmen einer Leiter: Verbindungen zwischen den Rheinseiten sollen gestärkt werden

An der 3. Agglomerationskonferenz zeigte sich, dass grosse Infrastrukturprojekte wie die S18 an Bedeutung gewinnen.

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Die Brücken über den Rhein sind wie Holmen einer Leiter.

Die Brücken über den Rhein sind wie Holmen einer Leiter.

Gert Bruderer

Der Verein Agglomeration Rheintal führte die dritte Agglomerationskonferenz durch. Aus aktuellem Anlass wurde die gesamte Veranstaltung digital durchgeführt. In ihren Begrüssungsvoten betonten sowohl Regierungsrätin Susanne Hartmann als auch Landesrat Mar­co Tittler die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der Stärkung der Querverbindungen im Rheintal.

Starke Holmen, schwache Sprossen

Im Rheintal wohnen heute über 300000 Personen und rund 150000 Beschäftigte arbeiten in den ansässigen Betrieben. Die Entwicklung von Strasse und Schiene ist bis jetzt unzureichend aufeinander abgestimmt. Auf beiden Rheinseiten verlaufen wichtige Verkehrsinfrastrukturen parallel wie die Holmen einer Leiter, aber wichtige Querverbindungen fehlen. An diesen Sprossen wollen die Verantwortlichen arbeiten, um den Raum gemeinsam weiterzuentwickeln und bestehende Verkehrsprobleme gemeinsam, grenzüberschreitend zu lösen.

Erkenntnisse der dritten Agglokonferenz

In den verschiedenen virtuellen Diskussionsforen diskutierten die rund 70 Teilnehmenden ausgiebig. Ihre Inputs und Anliegen wurden in digitalen Flipcharts festgehalten. Die wesentlichen Erkenntnisse daraus lauten:

  • Die grossen Infrastrukturprojekte wie die S18 oder der Mobilitätskorridor im mittleren Rheintal spielen vom Umsetzungszeitraum betrachtet insbesondere längerfristig eine grosse Rolle. Entsprechend gross war auch das Interesse an den Ausführungen der Fachleute im Bereich Verkehr.
  • Projekte im Bereich Rad- und Fussverkehr bieten konkrete, umsetzbare Lösungen für die vierte. Generation (2024–28).
  • Die Güterverkehrsstrategie St.Gallen und das in Ausarbeitung befindliche Güterverkehrskonzept des Landes Vorarlberg werden in das Aggloprogramm einfliessen.
  • Die Landschaftsentwicklung im Rheintal ist von Bedeutung.
  • Rhesi und das Aggloprogramm Rheintal sind gut abgestimmt. Das Projekt Rhesi stellt das Schlüsselprojekt in der Landschaftsentwicklung dar. Rhesi ist eine Aufwertung für die Landschaftsstrategie im Aggloprogramm und rundet den Prozess ab. (pd)