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WIDNAU: Zwei Generalisten für das Schulpräsidium

Am Donnerstag traten die beiden Schulpräsidentschaftskandidaten Richard Dünser und Niklaus Köppel bei einer Podiumsveranstaltung vor das Stimmvolk. In vielen Punkten haben sie ähnliche Ansichten.
Benjamin Schmid
Richard Dünser und Niklaus Köppel kämpfen um die Gunst der Wähler und das Amt des Schulpräsidenten. Dabei lassen sie sich von kniffligen Fragen nicht aus der Ruhe bringen. (Bild: Benjamin Schmid)

Richard Dünser und Niklaus Köppel kämpfen um die Gunst der Wähler und das Amt des Schulpräsidenten. Dabei lassen sie sich von kniffligen Fragen nicht aus der Ruhe bringen. (Bild: Benjamin Schmid)

Benjamin Schmid

Rund 100 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger versammelten sich in der Aula des Primarschulhauses Schlatt, um der Podiumsveranstaltung beizuwohnen. Nicht zuletzt, weil mit der Wahl zum Schulpräsidenten auch das Amt als Gemeinderatsmitglied einhergeht, stiess die Fragerunde auf grosses Interesse. Zu Beginn hatten beide Aspiranten die Möglichkeit, sich vorzustellen und ihre Beweggründe darzulegen, warum sie dieses Amt übernehmen möchten.

Spezielle Vorgeschichte

Viel wurde im Vorfeld darüber gesprochen, wieso die CVP mit Köppel einen eigenen Kandidaten aufstellte und sich dieser nicht dem Auswahlverfahren der überparteilichen Findungskommission stellte. Auf der anderen Seite haben die Widnauerinnen und Widnauer dadurch eine Wahl. Schliesslich hat sich die Findungskommission nach Prüfung aller Interessenten auf nur einen Kandidaten festgelegt.

Die Ausgangslage könnte spannender nicht sein: Auf der einen Seite Niklaus Köppel, der als Mitglied des Schulrates mit dessen Aufgaben und Arbeiten vertraut ist, auf der anderen Seite Richard Dünser, der mit langer Führungserfahrung glänzt und einstimmig vom Rekrutierungskomitee bestimmt wurde. Während Ersterer weniger Führungserfahrung vorweisen kann, mangelt es Letzterem an politischer Vertrautheit. Und doch sehen sich beide als geeignete Kandidaten und haben klare Vorstellungen, wie sie das Amt führen möchten. Für Köppel stehen die Kinder im Vordergrund und ihm ist es wichtig, dass keines durch die Maschen fällt. Dünser sieht die Schule als Fundament fürs Leben, wo es darum geht, möglichst gut vorbereitet zu werden und den Wissensrucksack zu füllen. So stimmen beide bei, dass Frühenglisch eine sinnvolle Massnahme ist, schliesslich sei es die Sprache der Wirtschaft und Industrie. Für Köppel ist die Informatik jedoch genau so wichtig wie die Sprachen, daher will er diesen Unterricht mehr gewichten. Dünser sieht es ähnlich, legt aber seinen Schwerpunkt mehr auf die Differenzierung und Individualisierung der Schule. Daraus würden vor allem leistungsschwächere Kinder einen Nutzen ziehen. Köppel seinerseits sieht in der Talent- und Frühförderung weiteres Potenzial, vor allem, wenn diese Kurse kostengünstiger und somit für grössere Bevölkerungsteile zugänglich gemacht werden. Einigkeit herrscht darüber, ob Migrantenkinder in ihrem Spracherwerb mehr Unterstützung erfahren sollen. Beide sehen es als geeignetes und nötiges Mittel, die Integration zu fördern.

Unterschiede bei Finanzausgaben

Für beide Bewerber ist klar, dass das Amt des Schulpräsidenten mehr auf einen Generalisten als einen Spezialisten zugeschnitten ist; und beide sehen dieses Kriterium bei sich erfüllt. Bei der Abstimmung vom 4. März wird es mitentscheidend sein, welcher Kandidat den Stimmbürgern vermitteln kann, dass sein Wissen und seine Erfahrungen nicht nur für das Amt als Schulpräsident wichtig sind, sondern auch Vorteile für den Gemeinderat mitbringen. Dünser weist langjährigen Führungserfahrung auf. So kann er es sich vorstellen, Finanz- und Einbürgerungsfragen im Gemeinderat anzugehen. Köppel auf der anderen Seite ist bereits Mitglied im Schulrat und kennt die Themen und Dossiers. Im Gemeinderat würde er in Abstimmung mit den Ratskolleginnen und -kollegen eine auf ihn passende Funktion übernehmen.

Obschon die Antworten der Kandidaten oft ähnlich waren, zeigen sich bei möglichen Ausgaben Unterschiede. Während Dünser zusätzliche finanzielle Mittel in nicht leistungsorientierte aber persönlichkeitsfördernde Projekte wie Ski- oder Wanderlager investieren würde, kann es sich Köppel gut vorstellen, mehr in die Digitalisierung hineinzustecken. Beide sind sich jedoch einig, dass eine Sonderbeschulung sinnvoll ist, schliesslich müssen alle unterstützt werden und eine Ausbildung geniessen können. Selbstverständlich suchen Köppel und Dünser den Kontakt zum Gemeinderat, aber auch zu den Lehrpersonen. Um lösungsorientiert zu arbeiten, seien kurze Wege nötig. Dünser möchte sich für die Anliegen der Lehrerschaft einsetzen, als Chef vor der Mannschaft stehen und sich um alle kümmern. Köppel möchte wissen, was die Lehrpersonen beschäftigt und ihnen ein offenes Ohr bieten.

Während Dünser seine Führungserfahrung, hohe Sozialkompetenz und Neugier als Stärken ins Feld führt, sieht sich Köppel als unterrichtserfahrener Familienmensch und Allrounder und somit gut vorbereitet für dieses Amt.

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