WIDNAU: Wintervertreiben muss so sein

Unter lautem Geknalle wurde am Samstag bei der Aegeten der von Jungwacht und Blauring gebaute Funken abgebrannt.

Gerhard Huber
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Schon bald nach dem Entzünden des Funkens loderten die Flammen haushoch in den Himmel. Ein Böögg war an der Spitze des Feuerballs keiner zu sehen, dafür war dem Funken eine kleine Hütte als Haube aufgesetzt worden. Und in ihr begann es bald lautstark zu knallen. «Wintervertreiben muss so sein», erklärte Patrick Masiero von der Jungwacht Widnau, gemeinsam mit Nino Sieber für die Organisation verantwortlich, «da muss es knallen und tätschen, damit der Winter auch wirklich den Rückzug an­-tritt und der Frühling kommen kann.»

Eineinhalb Tage und mehrere Abende war man damit beschäftigt gewesen, aus sauberem, trockenem Holz den Funken aufzuschichten.

Damit die Besucher ausreichend verköstigt werden konnten, hatten Jungwacht und Blauring gemeinsam das Sarasani, eine Bar und ein Café-Zelt aufgebaut. Etwa vierzig junge Leute halfen zusammen, damit der Funkensamstag ein Fest für Jung und Alt werden konnte.

Die grosse Besucherzahl hatte schon ab 17.30 Uhr die Möglichkeit, bei einer Kaltschale oder einem heissen Getränk zusammen zu sitzen oder zu stehen, alte Bekannte wieder zu treffen und den neuesten Dorfklatsch zu hören. Die Kinder tobten über den Funkenplatz. Einige von ihnen, die in Begleitung ihrer Eltern dort waren, trugen voller Stolz eine Fackel. Und sahen dann fasziniert zu, wie der Funken gleichmässig brannte, seine Hitze und Wärme verbreitete und das Feuer wie eine einzige riesige Flamme in die Höhe schoss.

Gerhard Huber

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