WIDNAU: Wildtiere prägen den Kalender

Vom Iltis über den Fuchs bis hin zur Stockente: Zwölf Aquarellbilder von Marianne Schüpbach führen im neuen Gravag-Kalender durchs kommende Jahr.

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Marianne Schüpbach hat den Gravag-Kalender 2018 gestaltet. (Bild: pd)

Marianne Schüpbach hat den Gravag-Kalender 2018 gestaltet. (Bild: pd)

Der Igel hat den Apfel angefressen: Das herbstliche Aquarellbild ziert das Deckblatt des neuen Gravag-Kalenders, der in diesen Tagen an die Gewerbe- und Industriekunden des Rheintaler Erdgasunternehmens verschickt wurde. Marianne Schüpbach aus Widnau hat ihn gestaltet. Den Auftrag bekam sie vor drei Jahren, als sie ihre Bilder in der Rathaus-Galerie in Goldach ausgestellt hatte. Einheimische Wildtiere aus der Region sollte sie abbilden. Erst dachte sie, zwölf Wildtiere seien etwas viel, doch dann staunte sie selbst über die Vielfalt an Tieren, die in unserer Gegend leben. Schliesslich hatte sie über 40 Bilder gemalt.

Die Farbenpracht der Stockente

Bei der Bildauswahl herrschte die Qual der Wahl. Der Marder fiel raus, dafür guckt der Iltis aus dem Januarschnee. Während das Eichhörnchen an seinen Vorräten knabbert, nagt der Feldhase an einer Löwenzahnblüte. Im Mai zeigt ein junger Rehbock sein helles Hinterteil, und im September schleicht ein Fuchs aus dem Schilf. Auf ihrem Flug übers Wasser breitet die Stockente ihre blaugrünen Flügel aus. Schillernd spiegelt sich die Farbenpracht im Wasser.

Die Farben hatten es Ma­rianne Schüpbach schon in der Jugend angetan, doch die Berufsberaterin riet ihr von einer künstlerischen Laufbahn ab. Stattdessen setzte sie ihren Farben- und Formensinn als Damenschneiderin um. Zur Aquarellmalerei, die sie heute mit besonderer Freude pflegt, fand sie erst spät. Der Bildaufbau fasziniert sie und fordert sie immer wieder neu heraus.

Zurück zu den Tieren, die Marianne Schüpbach am Herzen liegen. Sie blickt auf das grosse Lauchfeld vor ihrer Wohnung. Ein Gemüsestreifen ist bereits abgeerntet. «Die Vogelpopulationen sind rapide zurückgegangen», bedauert die Malerin. Verantwortlich seien der Spritzmitteleinsatz und die starke Bau­- tätigkeit. «Wir sollten mit der Umwelt so umgehen, dass sich unsere Wildtiere weiterhin wohlfühlen bei uns.»(pd)