WIDNAU: Vorsorgevollmacht kann plötzlich wichtig werden

Im Anschluss an die Hauptversammlung des Gönnervereins Spitex Widnau orientierte Rechtsanwalt und Kantonsrat Michael Schöbi (Altstätten) über die Belange eines Vorsorgeauftrags.

Max Pflüger
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Präsident Patrick Dürr (rechts) dankte dem zurückgetretenen Beda Eisenring. (Bilder: Max Pflüger)

Präsident Patrick Dürr (rechts) dankte dem zurückgetretenen Beda Eisenring. (Bilder: Max Pflüger)

2017 ist ein Wahljahr. Seine Demission reichte Beda Eisenring ein. Sieben Jahre lang präsidierte er den Spitexverein Widnau, den Vorgängerverein des Gönnervereins Spitex Widnau. Nach dessen Auflösung engagierte sich Beda Eisenring weitere sieben Jahre im Vorstand des Gönnervereins Spitex Widnau. Vereinspräsident Patrick Dürr dankte dem Zurückgetretenen und überreichte ihm ein Präsent.

Der verbleibende Vorstand mit Patrick Dürr an der Spitze, Vizepräsidentin Hanna Bognar und den weiteren Mitgliedern Mar­-tha Graf, Marlen Hasler und Hans Inauen wurde für eine weitere zweijährige Amtsdauer bestätigt. Ebenso die beiden Revisoren Susanne Koch und Herbert Jocham. Ein Ersatz für Beda Eisenring wurde nicht gewählt.

Das neue Vereinsjahr ist reich befrachtet und bringt vier attraktive Anlässe: Am 8. Juni den Ausflug, diesmal mit einer Schifffahrt auf dem Zugersee. Am 7. Sep­tember wird im Jakobihus Peter Ernst, Chefarzt innere Medizin am Spital Altstätten, zum Thema «Zuckerkrankheit» sprechen. Am 22. November kommt «De Spion im Hotel Seeblick», ein Singspiel der Theaterladies aus Bazenheid, auf die «Metropol»-Bühne. Und am 12. Februar 2018 gibt es wieder das beliebte Fasnachtskränzli mit Unterhaltung.

Neu wird im Restaurant Hecht ein Mittagstisch für alle Seniorinnen und Senioren angeboten. Jeden zweiten Montag im Monat, erstmals am 8. Mai, wird zu einem moderaten Preis ein Tagesmenü serviert. Nach dem Essen kann zusammen gespielt, gejasst oder geplaudert werden.

Ausserdem unterstützt der Verein auch 2017 wieder die Spitex mit einer Spende. Angeschafft wird eine Rollstuhl-Antriebshilfe im Wert von rund 6000 Franken. Sie wird im Zentrum Augiessen zur Verfügung stehen und für Gehbehinderte eine wesentliche Erleichterung sein: Mit wenigen Handgriffen wird so ein Rollstuhl zum leichten Elektrofahrzeug.

Vorsorgevollmacht: Früh genug dran denken

Im Alter oder nach einem Unfall auch schon in jungen Jahren, kann ein Mensch seine Urteils­fähigkeit und seine Selbstständigkeit verlieren. Er muss stets begleitet und umsorgt werden. Wenn keine Vorsorgevollmacht vorliegt, kommt er in die Abhängigkeit der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb).

Wer rechtzeitig, das heisst noch im urteils- und handlungsfähigen Zustand, in einem Vorsorgeauftrag einen Verwandten, einen Lebenspartner oder einen Freund als Beistand bestimmt, hat seinen Willen mit dieser Handlung rechtsgültig dargetan. Patientenverfügung, Vollmachten und der Vorsorgeauftrag garantieren, nach dem eigenen Willen behandelt zu werden. Im Testament, in Ehe- und Erbverträgen wird festgehalten, was nach dem Tod mit einem geschehen kann.

Die Errichtung eines Vorsorgevertrags ist an die gleichen Formalitäten gebunden wie die eines Testaments: Er muss eigenhändig geschrieben, datiert und unterzeichnet sein, allenfalls öffentlich beurkundet bei einem Notar, Rechtsanwalt oder im Amtsnotariat. Er ist widerruflich durch die Erstellung eines neuen Vertrags oder durch die Vernichtung der Urkunde.

In seinem Referat und in der anschliessenden Fragerunde gab Rechtsanwalt und Kantonsrat Michael Schöbi Hinweise und Tips zum Thema.

Max Pflüger