Widnau verschenkt zwei Punkte

Bereits ab der zweiten Minute steht Widnau im Heimspiel gegen Sirnach in Überzahl auf dem Platz (rote Karte wegen Notbremse). Doch die Aegeten-Kicker zeigen sich in Geberlaune und gewähren den Thurgauern beim 2:2 (1:1) ein Remis.

Gerhard Huber
Drucken
Teilen
Dominik Nüesch (links) setzte sich gegen Sirnachs Captain Clirim Kryeziu meist durch. (Bild: Ulrike Huber)

Dominik Nüesch (links) setzte sich gegen Sirnachs Captain Clirim Kryeziu meist durch. (Bild: Ulrike Huber)

«Wenn man oben mitspielen will, dürfen solche Fehler nicht passieren», resümierte der enttäuschte Widnauer Trainer Misko Rankovic kurz nach dem Spiel, «an beiden Gegentoren waren wir ja selbst schuld.» Wie sonst nur gegen Tabellennachzügler üblich, richtete Widnau einen Geschenkkorb in Form von zwei selbst verschuldeten Gegentoren für die Gäste her.

Mit Haut und Haaren

Die Weiss-Blauen legten los, als wollten sie die Gäste mit Haut und Haaren verspeisen. Wenige Sekunden nach dem Anpfiff liess Ogün Hot eine Bombe aus 20 m Entfernung raus, die eine Handbreit am Lattenkreuz vorbeizischte. Bereits in der zweiten Minute brach Irisme durch und wurde knapp vor der Strafraumgrenze von deren letztem Mann Mehmeti in «liebevoller Umarmung» umgerissen. Zu Recht erkannte der ansonsten schwache Schiedsrichter sofort auf Notbremse und schickte den Thurgauer früh vom Platz.

Den aus dieser Aktion resultierenden Freistoss durch Lüchinger konnte Goalie Radoncic gerade noch mit den Fingerspitzen über das Tor lenken. Damit war das Angriffs-Feuerwerk aber auch schon verpufft. Die Sirnacher agierten mit geschicktem Stellungsspiel, so dass die Mittelfeldspieler der Heimischen meist keine Anspielstation fanden.

Wenigstens schien es, als hätte die ruhig spielende Abwehr alles im Griff, da spielte Arton Thaqi im Mittelfeld einen unmotivierten Querpass direkt in die Füsse von Zverotic. Dieser sah, dass Torhüter Frei weit vor seinem Tor stand, und überlistete diesen mit einem Heber aus 35 m. Zwei Minuten später kam die Revanche der Weiss-Blauen: Irisme dribbelte sich links durch die Verteidigung, zog nach innen, suchte das Foul – und fand es auch. Lo Re verwandelte den Penalty zum 1:1.

Zweites Geschenk nach Corner

Ab der 50. Minute wirkte sich die numerische Unterlegenheit der Sirnacher aus. Widnau vergab durch Lo Re, der einen Gewaltschuss an den Pfosten knallte, und Irisme, der einen Kopfball knapp neben das Gehäuse setzte, weitere Grosschancen. Dennoch gingen die Gastgeber nach 66 Minuten durch einen Kopfball Lo Res in Führung – Sonderegger und Faleschini hatten ihn lanciert. Als alles auf einen weiteren Heimsieg für Widnau hindeutete, packte dieser das zweite Geschenk für die Gäste aus: Ein harmloser Eckball wurde vom unbedrängten Goalie Frei fallen gelassen und landete direkt auf den Füssen von Miljic, der die sich plötzlich ergebende Chance dankend annahm und den Ball über die Linie drückte.

Aktuelle Nachrichten