Widnau verliert Anschluss

Auswärts gegen den Tabellenzweiten Freienbach verlieren die Aegeten-Kicker mit 1:2 (0:1).

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FUSSBALL. Eine schlechte Nachricht ereilte die Widnauer schon unter der Woche: Im Spiel gegen Frauenfeld hatte sich Goalie Beni Frei verletzt, er fällt für vier bis sechs Wochen aus. Sein Ersatz Dominic Huber machte seine Sache gestern allerdings gut.

Letzte Präzision fehlte

Weniger gut sahen nach 15 Minuten zwei Vorderleute Hubers aus. Nach einem harmlosen langen Ball behinderten sie sich gegenseitig, der Freienbacher Stürmer bedankte sich mit dem Führungstor. Zuvor besassen Lüchinger und Irisme (Flankenball an die Latte) die besten Chancen. Nach dem 1:0 waren die Schwyzer mit ihren starken Individualisten jedoch am Drücker. Vor der Pause kamen die Gäste nochmals auf: Eine Möglichkeit Grecuccios nach Pass von Liechti verfing sich in der vielbeinigen Schwyzer Abwehr, und Lüchinger reüssierte seitlich allein vor dem Tor nicht. Die Freienbacher Führung war in einem Spiel auf gutem Niveau jedoch verdient, die Gastgeber waren sehr kombinationssicher.

Nach einer Stunde erhöhte Widnau den Druck auf das Tor der Schwyzer. Doch auf den letzten Metern fehlte die Präzision. Im Mittelpunkt dabei Stürmer Grecuccio; zuerst geriet sein Querpass ungenau, dann wurde er selbst einen Tick zu steil angespielt. Weil die Widnauer zunehmend das Risiko erhöhten, war Freienbach mit Kontern brandgefährlich. Nach 67 Minuten scheiterten die Gastgeber noch, eine Zeigerumdrehung später machten sie es besser: Ihr Stürmer kam aus 16 Metern frei zum Schuss und bezwang Huber zum zweiten Mal.

Zu viele Chancen vergeben

Wie vor einer Woche gegen Frauenfeld zeigte Widnau viel Moral und drängte vehement auf den Anschlusstreffer. Dieser fiel in der 83. Minute: Ein Pass von Lüchinger wurde zum wieder genesenen Memeti abgelenkt, der von der Strafraumgrenze aus mit einem gekonnten Schuss traf. Eine Minute später fiel das 2:2 – vermeintlich: Thaqis Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Kurz vor Schluss vergab Thaqi noch eine hundertprozentige Torchance, respektive ein Schwyzer Verteidiger rettete im Fünfmeterraum für seine ausnahmslos geschlagenen Mitspieler.

Nach der Pause war Widnau die aktivere Mannschaft, Freienbach agierte jedoch abgeklärter. Der Tabellenzweite spielte gepflegt und einfach, was den Widnauern gestern hie und da abging. Ein Punkt wäre aber verdient gewesen – aber dazu fehlte den Rheintalern das Glück vom Sonntag vor einer Woche. (adb, ys)