Widnau und Diepoldsau am Europacup

WIDNAU. Morgen Samstag und am Sonntag findet in Linz (A) der Europacup der Männer statt. Widnau sowie Diepoldsau sind an diesem hochkarätigen Anlass vertreten. Ein Rheintaler Final ist grundsätzlich möglich, jedoch suchen vor allem die Diepoldsauer noch nach ihrer Topform.

Andrea Zäch
Drucken
Teilen
Stefan Eggert startet als einziger SVD-Abwehrspieler unbelastet. (Bild: pd)

Stefan Eggert startet als einziger SVD-Abwehrspieler unbelastet. (Bild: pd)

Bereits ihre Form gefunden haben die Widnauer – mit 20 Punkten auf dem Konto gehen sie als Zweitplatzierte in die Sommerpause der Schweizer Meisterschaft. Die Mannschaft von Coach Kurt Sieber konnte mit einer konstanten Leistung überzeugen und ist am momentanen Leader Wigoltingen dran. Sie müssen am Freitag im Halbfinal gegen den TSV Pfungstadt aus Deutschland antreten. Widnau strebt am Europacup die Titelverteidigung an.

Aussenseiter gegen Heimteam

Diepoldsau dagegen geht nach der eher durchzogenen Saison als Aussenseiter in den Halbfinal gegen den Gastgeber FBC ABAU Linz Urfahr. Linz hat zwar am vergangenen Wochenende nach einer deutlichen Niederlage den Meistertitel in der österreichischen Meisterschaft verpasst, ist aber trotzdem als sehr stark einzustufen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Europacup bei den Österreichern zu Hause stattfindet. Bei den Diepoldsauern kommen zur eher schwachen Form auch noch diverse Verletzungen dazu.

SVD geschwächt

Defensiv-Spieler Malik Müller hat sich im Training in der letzten Woche die Bänder im Fuss gerissen. Momentan ist nicht klar, ob und in welchem Umfang Müller einsetzbar ist. Diese Situation zwingt Trainer Manuel Sieber, möglicherweise selber nochmals das Dress überzustreifen. Zusammen mit Stefan Eggert und Kenneth Schoch wird er die Abwehr bilden. Schoch, der in den letzten Monaten die Offiziersschule absolviert hat, konnte so gut wie nicht mittrainieren. Dieser Trainingsrückstand ist natürlich spürbar. Auch Captain Fabian Marthy ist nicht zu 100 Prozent fit. Ärgerlich ist, dass Physiotherapeutin Denise Rüttimann aufgrund eines anderen Engagements nicht mit nach Linz reisen kann. Natürlich nicht ideal, wo das Kader genau jetzt immens verletzungsgeschwächt ist. So kurzfristig konnten die Diepoldsauer keinen Physio-Ersatz finden.

In der Offensive wird die Tagesform von Lukas Lässer, Christian Lässer und Raphael Schlattinger entscheiden, wer zum Einsatz kommt. In den letzten Spielen konnte sich keiner der drei Schlagmänner wirklich durchsetzen.

Widnauer komplett

Bei den Widnauern sieht es verletzungstechnisch besser aus. Erstmals seit Saisonbeginn steht Coach Kurt Sieber das gesamte Kader zur Verfügung. Jedoch kämpft Domenic Fehle mit Rückenbeschwerden, und Mario Kohler laboriert an einer Adduktorenverletzung. Sie werden sich auf ihrer Position wahrscheinlich abwechseln müssen. Dafür sieht es im Angriff sehr gut aus. Alle drei Angreifer konnten sich in den vergangenen Wochen kontinuierlich steigern und sind nahe an der Topform. In der Defensive sind Kevin Kohler und Mark Hüttig gesetzt. Jedoch kann auch Yanick Linder, der aus der zweiten Mannschaft dazustösst, auf einen Teileinsatz hoffen.

Man wird sehen, wie sich die beiden Rheintaler Teams im internationalen Vergleich positionieren. Trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen werden beide Teams versuchen, um eine Medaille zu spielen. Ob und welches Edelmetall drinliegt, wird sich am Samstag in den Rangierungsspielen zeigen.

Aktuelle Nachrichten