WIDNAU: «So geregelt wie nötig»

An der Hauptversammlung des HEV Mittelrheintal im «Metropol» referierte Kurt Signer, Generalsekretär des Baudepartements des Kantons St. Gallen, über das bald in Kraft tretende neue Planungs- und Baugesetz.

Gerhard Huber
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Die Mitglieder des Hauseigentümerverbandes Mittelrheintal fassten sämtliche Beschlüsse ohne Gegenstimmen. (Bilder: Ulrike Huber)

Die Mitglieder des Hauseigentümerverbandes Mittelrheintal fassten sämtliche Beschlüsse ohne Gegenstimmen. (Bilder: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

«Wir sind inzwischen wirklich ein grosser Verein», sagte Kassier René Hutter, als er bei der Vorstellung des Budgets 2017 feststellte, dass die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen des Hauseigentümerverbandes Mittelrheintal erstmals die 100000-Franken-Schwelle überschreiten werden.

Von den 1888 Mitgliedern erschienen 187 Stimmberechtigte und 175 Gäste zur HV. Die Stimmberechtigten genehmigten die Jahresrechnung 2016 mit einem Verlust von 2584 Franken sowie den Voranschlag 2017, der einen Aufwandüberschuss von 3180 Franken vorsieht, ohne Gegenstimme.

Online vorsichtiger seit Sarah Peter Vogts Referat

Der mit den Vorstandsmitgliedern Petra Weder, Patrick Dürr und Norbert Kühnis für weitere zwei Jahre gewählte Präsident Marco Köppel blickte auf das ­letzte Vereinsjahr zurück. Er ging vor allem auf den mit der Sek- tion Oberrheintal organisierten Herbstanlass zum Thema Digitalisierung und Smartphone ein.

Der Vortrag von Sarah Peter Vogt habe ihn sensibilisiert, er sei vorsichtiger geworden, wenn er seine E-Mail-Adresse bekannt gebe oder etwas anklicke: «Will ich, dass Firmen, Staat oder unbekannte Personen mehr über mich wissen als mein Nachbar? Will ich, dass Algorithmen ein Profil über mich erstellen?»

Als Gastreferent trat der Generalsekretär des Baudepartements des Kantons St. Gallen, Kurt Signer, auf. Er informierte über das am 1. Oktober in Kraft tretende kantonale Planungs- und Baugesetz, dessen Zustandekommen und dessen Änderungen gegenüber der bisherigen Vorschriften. «So einfach wie möglich, so geregelt wie nötig», sei der Leitfaden bei der Erstellung des Gesetzes gewesen.

Das Beste erreicht, wenn alle gleich unzufrieden sind

Vom ursprünglich mutigen und schlanken Erstentwurf, mit dem tatsächlich nur noch Länge, Breite, Höhe und Abstandsflächen zum Nachbargrundstück geregelt worden wären, habe man nach viel Kritik wieder zurücktreten müssen. Und mehr Bezug auf die bisherigen, detaillierten Regelungen nehmen müssen.

So können die Gemeinden auch weiterhin nach ihren Bedürfnissen eigenständige Regelbauvorschriften für Teilgebiete festlegen. Ob das neue Planungs- und Baugesetz ein Erfolg sei, werde sich weisen. Aber das Maximale, was bei derartigen Vorschriften erreicht werden könne, sei erreicht: «Man hat das Beste gemacht, wenn alle Betroffenen gleich unzufrieden sind.»