Widnau siegt gegen Leader

Der FC Widnau stürzt den Leader vom Thron, indem er das Spiel drehte: Balzers – Widnau 1:3 (1:0).

Patrik Hasler
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fussball. Die Rheintaler starteten energisch in die Partie. Doch der Leader liess sich von diesem Start-Feuerwerk nicht beeindrucken. Dann übernahmen die Platzherren das Zepter. Allen voran wirbelten die Nationalspieler und Brüder Roger und Thomas Beck den Widnauern Knoten in die Beine und sorgten abwechslungsweise für heisse Szenen im Strafraum. Doch erst im Zusammenspiel realisierten die Becks die inzwischen überfällige Führung für den Leader.

Mit einem Doppelpass setzten sie sich gegen drei Widnauer durch, bevor Roger zunächst den Pfosten traf, ehe er im zweiten Versuch den Ball am ansonsten tadellosen Lütolf aus spitzem Winkel ins Tor lupfte.

Umstrittener Penalty

Nach dem Seitenwechsel waren die Mannschaften wie ausgewechselt. Die Widnauer gingen nun beherzter zur Sache, und die Liechtensteiner fanden bis zum Schluss nicht mehr richtig ins Spiel.

Doch erst ein umstrittener Entscheid des Unparteiischen zwanzig Minuten vor Schluss läutete die Wende ein. Nach einem hohen Zuspiel in die Spitzen entschied Nüesch das Laufduell gegen Kaufmann für sich, ehe er vom Verteidiger des Leaders hart an der Strafraumgrenze unnötig von den Beinen geholt wurde. Selbst Schiedsrichter Driussi war sich seiner Sache nicht ganz sicher, doch er folgte dem Rat seines Assistenten und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Mehmeti verwertete gewohnt sicher.

Zwar war der Ausgleich wegweisend, aber erst die Beorderung von Aussenverteidiger Sahin Irisme in den Sturm sollte den Grundstein für den späteren Widnauer Vollerfolg legen.

Irisme, der Stürmer

Tat sich Irisme in der Defensive schwer, seine kaum zu bändigende Energie im Zaum zu halten, konnte er in der Offensive ungezwungener agieren und stellte mit seiner Leistung in den letzten zwanzig Minuten sämtliche Widnauer Offensivkräfte in den Schatten. So wäre der zweite Treffer der Widnauer ohne Irisme wohl nicht zu Stande gekommen.

Einer fast unmöglichen Ballannahme an der rechten Aussenlinie folgte ein sehenswertes Dribbling gegen einen Verteidiger, worauf Irisme von der Grundlinie aus mit viel Übersicht zurück auf Lüchinger legte, der die Kugel nur noch ins leere Tor zu hämmern brauchte. Wenig später sorgte der stets engagierte Captain Lüchinger für die Vorentscheidung und den überraschenden Erfolg der Widnauer im Ländle.

Somit verfügt die Rankovic-Elf zwar über das wohl torgefährlichste Mittelfeld der Liga und kann es sich anscheinend immer wieder leisten, seinen torgefährlichsten Stürmer über weite Strecken in der Abwehr schmoren zu lassen.

2. LIGA, INTERREGIONAL, GRUPPE 6 Balzers – Widnau 1:3 (1:0) Sportanlage Rheinau – 300 Zuschauer – SR: Driussi, Köbeli, Zesiger. Tore: 41. Beck Roger (1:0), 70. Mehmeti (Penalty, 1:1), 82./89. Lüchinger (1:3). Balzers: Tichy, Caluori, Ritter (63. Castelberg), Kaufmann, Karamese, Beck Thomas (54. Marjanovic), Beck Roger, Hermann, Wille (63. Dos Reis), Kieber, Hanselmann. Widnau: Lütolf, Liechti, Irisme, Berisha, Vidalle, Lüchinger, Mehmeti, Hamzic, Sonderegger (76. Kalkan), Nüesch (72. Yildiz) , Callaci (46. Thaqi). Gelb: 33. Liechti, 56. Irisme, 70. Kaufmann, 80. Vidalle, 86. Lüchinger.

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