Widnau prolongiert Serie

In einem guten und unterhaltsamen Spiel liess der FC Widnau dem FC Sirnach nicht den Funken einer Chance und gewann klar mit 5:0. Es war der vierte Heimsieg in Folge. Widnau – Sirnach 5:0 (2:0)

Gerhard Huber
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Flamur Maliqi, der gleich zwei Tore erzielte, spielte eine starke und offensive Partie. (Bild: Ulrike Huber)

Flamur Maliqi, der gleich zwei Tore erzielte, spielte eine starke und offensive Partie. (Bild: Ulrike Huber)

Überraschung in Widnau schon vor dem Match des Tabellenfünften gegen die im hinteren Mittelfeld in Reichweite der Abstiegszone kämpfenden Fussballer aus Sirnach. Trainer Misko Rankovic war sich seiner Sache sicher und liess rotieren. Mit Jan Liechti und Igor Rankovic durften sich zwei Spieler beweisen, die sonst meist die Ersatzbank drücken. Und die beiden machten ihre Sache sehr gut. Liechti, der als linker Aussenverteidiger Tobias Kuster ersetzte, spielte eine fehlerfreie Partie. Und Rankovic gab den entscheidenden Pass zum 2:0.

Meister der Effizienz

In der ersten Hälfte des Matches erwiesen sich die Widnauer als Meister der Effizienz. Aus gerade einmal drei echten Möglichkeiten machten sie gleich zwei Tore. So in der achten Minute, als Lüchinger einen Freistoss von links genau auf den Scheitel von Maliqi zirkelte und der Ball von dort den Weg ins Sirnacher Tor fand. Wieder war es Maliqi, der weitere acht Minuten später eine exakt gespielte Kombination – ausgehend von Jan Liechti, der den Ball erkämpfte, über Abdoski und Rankovic – mit einem weiteren Tor abschliessen konnte. Der Lupfer von Igor Rankovic über die gegnerische Verteidigung zu dem sich hinter seinen Aufpassern frei gelaufenen Maliqi war absolut sehenswert.

Kabinettstückchen von Nüesch

Während die Aegeten-Kicker somit beinahe jede Chance zu einem Tor nutzten, rannten die Thurgauer Gäste erfolglos an. Doch sie wurden entweder vom grossartig disponierten Widnau-Goalie Frei gestoppt, trafen nur die Latte oder scheiterten am eigenen Unvermögen.

Wie etwa direkt nach der Halbzeitpause, als die Thurgauer ein «Slapstick-Tor» zwischen vielen weiss-blauen Verteidigerbeinen und Freis Händen hindurch erzielten, das Schiedsrichter Schaub wegen eines vermutlichen Handspiels eines Sirnachers nicht geben konnte. Die Gäste hatten weiterhin die Möglichkeiten, die Widnauer aber schossen die Tore. Nüesch war es, der nach einer Stunde Spielzeit ein Kabinettstückchen zeigte. Als ob der Ball an seinem Fuss festgeklebt sei, wühlte er sich regelrecht durch zwei Verteidiger und den Sirnacher Tormann hindurch und erzielte das 3:0.

Auch der inzwischen eingewechselte Irisme, der Mann mit der eingebauten Torgarantie, nutzte eine der eigentlich gar nicht so vielen Chancen der Gastgeber. Nach einem Eckball fand der Ball aus der Verteidigung heraus zum Widnauer Goalgetter, der aus etwa 20 Metern einen Flachschuss raushämmerte, der unhaltbar zur 4:0-Führung abgefälscht wurde.

Penalty eiskalt verwertet

Und auch Mittelstürmer Abdoski durfte noch über ein Tor jubeln. Nachdem Diego Liechti bei einem Eckball der Weiss-Blauen von seinem Gegenspieler zu Boden gedrückt worden war, zeigte der Schiedsrichter zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Abdoski machte es besser als die Bayern aus München und verwertete den Penalty souverän.

Dieser bereits vierte Heimsieg in Folge kommt besonders gelegen für den Tabellenfünften Widnau. Denn alle vor Widnau gelegenen Mannschaften, ob Frauenfeld, Freienbach, Kreuzlingen oder Kosova, mussten an diesem Spieltag mit Niederlagen oder Unentschieden Punkte liegenlassen. So beträgt der Rückstand zu Leader Freienbach, fünf Spiele vor Ende der Saison, auf einmal nur mehr fünf Punkte.

2. LIGA INTER, GRUPPE 6

Aegeten – 308 Zuschauer – SR: Schaub.

Tore: 8. Maliqi 1:0, 16. Maliqi 2:0, 58. Nüesch 3:0, 66. Irisme 4:0, 78. Abdoski 5:0.

Widnau: Frei; Faleschini, Diego Liechti, Lüchinger (71. Aggeler), Jan Liechti; Rankovic (54. Irisme), Jevtic, Bösch, Maliqi; Nüesch, Abdoski (79. Bujar Taqi).

Sirnach: Radoncic; Simoes, Frrokaj, Oertig (26. Dauti), Manz; Titaro (79. Grauso), Maler, Vondracek, Cardoso (88. Flück); Etemi, Veliu.

Gelbe Karten: 4. Diego Liechti, 17. Veliu, 63. Flück, 69. Simoes (alle Foul).

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