WIDNAU: Positiver Jahresabschluss

An der 17. Generalversammlung präsentierte die Alpha Rheintal Bank ihren Aktionären einen positiven Jahresabschluss. Die GV verzeichnete einen neuen Besucherrekord: 1270 Aktionäre erschienen in der Aegeten-Halle.

Remo Zollinger
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Der Vorstand der Alpha Rheintal Bank freute sich nicht nur über gute Zahlen, sondern auch über einen Rekordbesuch der Generalversammlung. (Bilder: Remo Zollinger)

Der Vorstand der Alpha Rheintal Bank freute sich nicht nur über gute Zahlen, sondern auch über einen Rekordbesuch der Generalversammlung. (Bilder: Remo Zollinger)

Remo Zollinger

Eine Stunde vor der GV war Türöffnung: Vor der Halle bildete sich eine Schlange, die durch weitere Ströme aus RTB-Sonderbussen immer grösser wurde. Der Eindruck täuschte nicht: 1270 Aktionäre bilden einen neuen Besucherrekord. Thomas Gerosa, Präsident des Verwaltungsrats der Bank, sagte: «Die GV ist immer eine Demonstration für das Rheintal und unsere Bank.» Er scheint nicht zu hoch gegriffen zu haben.

Die Aktionäre bekamen einen positiven Jahresabschluss präsentiert: Die Alpha Rheintal Bank steigerte ihre Bilanzsumme um 6,6 Prozent auf 1,99 Mio. Franken und der Jahresgewinn von 7,46 Mio. (+3,7 Prozent) fiel höher aus als erwartet. Das freut die Aktionäre: 3,1 Mio. des Jahresgewinns werden als Dividende ausgeschüttet, das macht 8.50 Franken pro Aktie.

Die Bank hat durch den Gewinn im letzten Jahr ihr Kapital um 4,45 Mio. Franken erhöht.

Kundengelder wuchsen 2016 um 7,8 Prozent

Zu verdanken hat die Alpha Rheintal Bank diese Zahlen ihren Kunden: Stefan Frei, Vorsitzender der Geschäftsleitung, bezeichnete die Zunahme von 7,8 Prozent bei den Kundengeldern als «erfreuliches Wachstum». Ebenso gewachsen sind die Kundenausleihungen, diese um 5,6 Prozent.

Weniger positiv lief das Zinsgeschäft: Wegen hoher Liquiditätsvorschriften musste die Bank im letzten Geschäftsjahr 119000 Franken Negativzinsen bezahlen. Trotzdem konnte der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft gesteigert werden – die Bank beabsichtigt deshalb nicht, die Negativzinsen auf die Kunden abzuwälzen. Trotzdem dürfen sie in absehbarer Zeit nicht mit einem grösseren Anstieg der Zinsen rechnen, denn so ganz erholt hat sich das Zinsgeschäft noch nicht. Auf dem Weg der Besserung bzw. der «sanften Erholung» ist demgegenüber das Handelsgeschäft, das vom Euro-Kurs abhängt.

Das Eigenkapital der Alpha Rheintal Bank stieg nach der beschlossenen Gewinnverwendung auf über 167 Mio. Franken. «Das Eigenkapital steht für hohe Sicherheit», sagte Stefan Frei, der von einer guten Ausgangslage der Bank spricht.

Digitalisierung beschäftigt das Bankgeschäft

Ein Thema beschäftigte die Generalversammlung abseits der Zahlen: Die Digitalisierung. So sprach zuerst Verwaltungsratspräsident Thomas Gerosa über die Herausforderung, die die Digitalisierung im Bankwesen verursacht. Arbeitsstellen gerieten dadurch in Gefahr oder würden sogar obsolet, sagte Gerosa. Die Digitalisierung sei aber auch eine Chance, zumal die Schweiz sehr gut aufgestellt sei und durch ihr «ausgezeichnetes Bildungssystem» die Jungen immer früher an die Digitalisierung heran­führe.

Konkret wurde Stefan Frei: «Wir wollen den im Rahmen der Digitalisierung veränderten Kundenwünschen nachkommen», sagte er. Die Bank soll immer nutzbar sein, auch für jene, die ihre Geschäfte zu Hause oder unterwegs erledigen. Deshalb wird Ende 2017 das weiterent­wickelte digitale System «NetBanking» in Betrieb genommen.

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