WIDNAU
Neues Logo für Flickstuba kreiert

Das Widnauer Repair-Café Flickstuba erhält nebst einem neuen digitalen Service auch ein neues Signet.

Benjamin Schmid
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Anna-Joel Wüst bekommt als Siegerin des Logo-Wettbewerbs den 3-D-Drucker von Roland Bruderer überreicht.

Anna-Joel Wüst bekommt als Siegerin des Logo-Wettbewerbs den 3-D-Drucker von Roland Bruderer überreicht.

Bild: Steven Marx

«Das Logo soll auf den ersten Blick den Verein repräsentieren», sagt Anna-Joel Wüst. Die Hand mit dem Gabelschlüssel symbolisiere Stärke und Kompetenz. Ausserdem sei sie neutral und passe für jedes Geschlecht. Die Farbe Gelb gefiel ihr, da sie leuchtend und hell ist: «Etwas, das hell und leuchtend ist, macht Freude und gute Laune», sagt die Oberrieterin, «und das kommt offensichtlich nicht nur bei mir gut an.»

Nachhaltigen Gedanken widerspiegeln

«Weil das bisherige Logo nur eine Zwischenlösung war und es nur bedingt zeigt, was die Flickstuba ist, musste ein neues Logo her», sagt Roland Bruderer, Berufsbildner in der libs industrielle Berufslehren Schweiz. Gemeinsam mit dem Jugendnetzwerk der Sozialen Dienste Mittelrheintal wurde ein Logo-Design-Wettbewerb für Jugendliche ausgerufen. Anna-Joel Wüst setzte sich gegen alle anderen Einsendungen durch und wurde diese Woche zur Siegerin des Wettbewerbs gekürt. «Ich war sehr überrascht», sagt die 18-Jährige, die bei der Victoriadruck AG die Ausbildung zur Polygrafin absolviert. Sie habe sich ebenso gefreut, wie ihre Familie und Freunde sich für sie gefreut hätten. Auch wenn sie noch nicht genau wisse, was sie mit dem Wettbewerbspreis fertigen wird, eine besondere Freude bereite ihr der Prusa 3-D-Drucker mit Zubehör dann aber doch.

Das Logo von Anna-Joel Wüst überzeugte die Jury, bestehend aus René Sieber, Yvette Werner, Jean-Luc Tcharnetsky, Steven Marx und Roland Bruderer. «Es spiegelt den nachhaltigen Gedanken des Reparierens wider», sagt der Fachmann Elektronik

Jung und Alt lernen voneinander

Die Idee für einen neuen digitalen Service reifte während des Corona-Lockdowns. «Wir bringen auch ohne Gruppenveranstaltungen freiwillige Reparateure und reparaturbedürftige Apparate zusammen», sagt Roland Bruderer aus Balgach. Es sei als Gemeinschaftsanlass im Stoffel3 zusammen mit Jugendlichen angedacht. Grundsätzlich gehe es auch darum, dass Ältere von Jugendlichen lernen und umgekehrt. «Über die Website können sich Personen mit ihren defekten Geräten eintragen. Zeit und Ort der Übergabe werden individuell abgemacht und in der Folge führen Freiwillige die Reparaturen zu Selbstkosten durch», sagt Roland Bruderer. Unterstützt werden die erfahrenen Reparateure von jugendlichen Expertinnen und Experten, die mithilfe von 3-D-Druckern Ersatzteile herstellen, die in noch funktionsfähige Altgeräte eingebaut werden können. Nebst Sachen aus Holz und Kunststoff werden ebenso mechanische wie elektrische Geräte überholt.

Weitere Informationen unter flickstuba.ch

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