WIDNAU: Melanie Zanga gewinnt regionalen Filmpreis

Nach erst einem Jahr Mitgliedschaft gewinnt die Rebsteinerin Melanie Zanga bereits die begehrte Auszeichnung des Rheintaler Film- und Video-Clubs (RFVC).

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Die Gewinnerin Melanie Zanga, flankiert vom zweitplatzierten Ehepaar Sonderegger und dem drittplatzierten Urban Hämmerle, der auch gleich den Preis für den besten Kurzfilm gewann. (Bild: pd)

Die Gewinnerin Melanie Zanga, flankiert vom zweitplatzierten Ehepaar Sonderegger und dem drittplatzierten Urban Hämmerle, der auch gleich den Preis für den besten Kurzfilm gewann. (Bild: pd)

Eine stattliche Schar Mitglieder und interessierter Filmfreunde des Rheintaler Film- und Video-Clubs RFVC trafen sich am vergangenen Freitag zum jährlich stattfindenden Wettbewerb um den besten Rheintaler Amateurfilmer. Fünf Autoren hatten insgesamt neun Werke zur Jurierung eingereicht. Darunter mit Melanie Zanga ein Neumitglied, das der fachlichen Jury gleich vier Werke zur Bewertung vorlegte.

Nach dem Essen folgte die Projektion der neun Filme. Bis zur Rangverkündigung wurde in den Reihen ausgiebig über den möglichen Sieger diskutiert. Die dabei meistgenannten Namen waren dann auch tatsächlich jene Autoren, die die ersten Plätze unter sich ausmachten.

Nach dem Schweizer ABC-Bewertungssystem für Amateurfilme kann ein Juror einem Film mit einem Trippel-A die Höchstnote vergeben. B- oder C-Filme sind hingegen gute bis weniger gute Filme. Wie Jurypräsident Rainer Spirig aussagte, hätten sich die drei Erstplatzierten Filme nur durch die Anzahl der ver­gebenen Trippel-A voneinander unterschieden. Melanie Zanga gewann dieses Duell mit ihrem Film «Fremdgesteuert» auf eindrückliche Weise und ging als verdiente Siegerin hervor. Die junge Autorin verstand es, den Zuschauern mit wenigen Bildern zu zeigen, wie wir uns heute unseren Alltag durch fremde Einflüsse steuern lassen, statt uns auf unsere innere Uhr zu verlassen. Ein Film zum Nachdenken. Für seinen Film über den Altstätter Künstler Josef Ebnöter erlangte das Ehepaar Sonderegger die Silbermedaille. Bronze ging an den Präsidenten Urban Hämmerle, der mit seinem Kurzfilm «Werbespot» die Gäste bereits bei der Projektion in schallendes Gelächter ausbrechen liess.

Er versuchte auf seine Weise, neue Mitglieder für den RFVC zu gewinnen, doch die Zuschauer erkannten darin schnell die Anlehnung an einen bekannten TV-Spot einer Schweizer Bettenfabrik.

Die Ränge vier bis neun belegten folgende Werke (in al­phabetischer Reihenfolge der ­Autoren): «Der Abbruch», Kurt Tischhauser; «Aufsteigen und geniessen», Kurt Tischhauser; «Wenn Urban mit uns Reisen tut», Hans von Allmen; «Der Schlittenbauer von Peist», Me­lanie Zanga; «Notarztgehilfin als Nebenjob», Melanie Zanga; «Sinnesgesteuert», Melanie Zanga. (pd)