WIDNAU: Matinee voller guter Laune

Das im Rheintal bestens bekannte Vocalensemble Singing Souls gab am Sonntagvormittag im voll besetzten Saal des evangelischen Kirchgemeindehauses sein Gute-Laune-Liederrepertoire zum Besten.

Gerhard Huber
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Die Singing Souls bei ihrer Gute-Laune-Matinee in Widnau. (Bild: Ulrike Huber)

Die Singing Souls bei ihrer Gute-Laune-Matinee in Widnau. (Bild: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

Gibt es eine Möglichkeit, an einem herbstlich scheinenden, grauen und verregneten Sonntagmorgen Trübsal und schlechte Stimmung zu vertreiben? Den Kopf und die Seele frei zu bekommen von unangenehmen Gedanken? Ja, diese Möglichkeit gibt es. Zumindest wenn die Sängerinnen und Sänger der Vocalgroup Singing Souls eine Konzertmatinee geben. Und ihr vor Fröhlichkeit und Leichtigkeit sprühendes aktuelles Programm «Altes Fieber» präsentieren.

Evergreens, Schlager, Swing und Deutsch-Pop

So geschehen am vergangenen Sonntag über Einladung des Kulturvereins Widnau im evange­lischen Kirchgemeindehaus. Volles Haus und eine Band, die mit ihren Evergreens, Schlagern, mit Swing und Deutsch-Pop die Zuhörer zum Schmunzeln und Lachen brachte. Seit 1998 sind die Singing Souls, allesamt im Brotberuf Lehrkräfte, mit ihrem Hobby, dem gemeinsamen Singen, auf den Bühnen des Rheintals unterwegs.

Da ist man natürlich eingespielt. Wie im Songtext zu ihrem Auftaktlied «Altes Fieber» von den Toten Hosen beschrieben: «Und immer wieder sind es die dieselben Lieder . . .» Ja, ja, das alte Fieber, die Liebe zur Musik, zum Singen und zum Bühnenauftritt geht wohl nie vorüber. Da wird von den zwei Sopranen, den zwei Altstimmen, den zwei Tenören und dem einen Bass zur Klavierbegleitung von Marcel Sieber nach Lust und Laune geträllert, getrillert und gebrummt. Die Rheintaler Antwort auf die unvergessliche A-cappella-Band Manhattan Transfer.

Mit Routine und sichtlichem Spass an der Freude

Mit Routine und dennoch sichtlichem Spass an der Freude sang man sich quer durchs Repertoire. Wobei die Vokalartisten ihre Stärken bei den wenigen Swing-Nummern hatten: ein bezauberndes «Ain’t got that swing», bestens bekannt in den Fassungen von Louis Armstrong, Ella Fitzgerald oder Tony Bennett, brachte das stimmliche Können der Protagonisten am besten zur Geltung. Im Gegensatz dazu der Beatles-Evergreen «Lady Madonna». Fades Arrangement, wenig Harmonie, Tenorstimmen, die den Rest ohne Not übertönten.

Ein fröhlicher Start in einen erholsamen Sonntag

Was die Sänger mit der folgenden, im Rheintaler Dialekt vorgetragenen Nummer «Wenn i mol alt bin» nach der Beatles-Melodie «When i’m sixty-four» gleich wieder wettmachten. Klar, dass das Publikum bei humorvollen Textzeilen wie «Fangt’s di a gruusa, wenn i will schmusa» über die Schwierigkeiten des Älterwerdens in lautstarke Heiterkeit ausbrach. Wie auch bei den deutschen A-cappella-Popsongs «Küssen verboten» von den Prinzen und «Wir hatten eine gute Zeit» der Wise Guys. Insgesamt boten die Singing Souls dem Pub­likum einen fröhlichen Start in einen hoffentlich erholsamen Sonntag.

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