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WIDNAU: Jeder parkiert, wie es ihm gefällt

Seit die Bahnhofstrasse neu gestaltet wurde, ärgern sich vor allem Fussgänger und Rollstuhlfahrer über parkierende Fahrzeuge und Werbetafeln auf dem Trottoir. Ihre Bewegungsfreiheit werde eingeschränkt.
Susi Miara
Situation beim Metropolkreisel: Werbetafeln auf dem Trottoir versperren den Weg. (Bild: Susi Miara)

Situation beim Metropolkreisel: Werbetafeln auf dem Trottoir versperren den Weg. (Bild: Susi Miara)

Susi Miara

«Darf in Widnau jeder parkieren, wie es ihm gefällt?» Viele Personen aus dem Dorf finden, dass die Gemeinde oder die Polizei endlich etwas unternehmen sollten, damit sich auch Rollstuhl­fahrer auf dem Gehweg bewegen können. Nicht nur die parkierten Fahrzeuge, sondern auch zahl­reiche Werbetafeln vor den Geschäften seien ein Hindernis. «Bei der Bäckerei Dörig muss man froh sein, wenn man aus dem Bus aussteigen kann», berichtet ein Betroffener.

Grenze zwischen privatem und öffentlichem Raum

«Die Betonpfähle werden von den Verkehrsteilnehmern als Parkfelder wahrgenommen», vermutet Strassenkreisinspektor Titus Tobler. Dabei sei schwer zu erkennen, wo die Grenze ­zwischen privatem und öffentlichem Raum ist. Für Titus Tobler ist vor allem die Situation beim «Metropol»-Kreisel und bei der Bäckerei Dörig unbefriedigend. Weil die Fussgänger die Strasse zwischen der Unterführung und dem Binnenkanal überall überqueren können, machen sie es auch bei der Post, wo nur eine punktuelle Querung möglich ist. «Wir müssen uns jetzt überlegen, wie wir die Situation zwischen dem Lichtsignal und der Post am besten lösen können», sagt Tobler. Dabei sei es schwierig, ­allen gerecht zu werden. Speziell ist auch die Situation vor der Liegenschaft 36,5 Grad. Der innere Teil gehört zum Privatbesitz, wo auch eine Parkverbottafel das Parkieren verbietet. «Für Kunden und Gäste der Liegenschaft halten wir in der Tiefgarage 17 ­öffentliche Parkplätze bereit», sagt Wolfgang Federer, stellvertretender Leiter Immobilienanlagen bei der St. Galler Pensionskasse. Der äussere Streifen gehört hingegen zum öffentlichen Raum und unterliegt demnach nicht dem gerichtlichen Verbot. Die Situation in Widnau ist auch für die Polizei eine Herausforderung.

«Die Polizei interveniert nur, wenn parkierte Fahrzeuge den Verkehr behindern», sagt der Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, Gian Andrea Rezzoli. Schwierig sei es vor allem, weil der Unterschied zum privaten Grund nicht erkennbar ist. Die Polizei versuche in erster Linie mit Gesprächen die Situation zu entschärfen. Eric Pasche, Bauamtschef von Widnau, ist überzeugt, dass es nur im neu ­gestalteten Teil, zwischen der «Metropol»-Kreuzung und dem Binnenkanal, zu Problemen kommt: «Dort fehlen jedoch noch die Markierungen sowie ­gestalterische Massnahmen, die die Wildparkiererei automatisch begrenzen werden.» Auch stehe die Gemeinde mit Geschäftsinhabern ständig im Kontakt. Sicher ist, dass vor der Backstube noch Parkplätze eingezeichnet werden. Dies sei jedoch Sache des Kantons, der bei Bäckereien eine Ausnahmen mache. Markierte Parkplätze würde sich auch Hanspeter Dörig vor seiner Bäckerei wünschen. Dazu sagt er: «Sollten meine Kunden nicht mehr direkt vor der Bäckerei parkieren können, wäre das für mich bedrohlich.» Das versteht auch Eric Pasche.

Grundsätzlich dürfe jedoch auf dem Trottoir nicht parkiert werden. «Vor allem dürfen weder Autos noch Werbetafeln die Fussgänger behindern.»

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