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WIDNAU: Dorftheater probt mit neuer Regie

Diese Woche hat das Dorftheater Widnau die Proben für sein neues Stück aufgenommen. Mit dem neuen Regisseur, Andreas Neusser, wird die Komödie «Drum prüfe, wer sich ewig windet» eingeübt.
Die Theatercrew mit ihrem neuen Regisseur: von links Philipp Luchsinger, Anita Durot, Bruno Zahnd, Nicole Köppel, Daniel Jossi, Andreas Neusser (Regisseur), Nadja Mauro, Regula Köppel (Souffleuse), Silvia Graf, Susi Miara, Jan Miara. Es fehlt Susan Gerhäuser. (Bild: Katrin Köppel)

Die Theatercrew mit ihrem neuen Regisseur: von links Philipp Luchsinger, Anita Durot, Bruno Zahnd, Nicole Köppel, Daniel Jossi, Andreas Neusser (Regisseur), Nadja Mauro, Regula Köppel (Souffleuse), Silvia Graf, Susi Miara, Jan Miara. Es fehlt Susan Gerhäuser. (Bild: Katrin Köppel)

Genau viereinhalb Monate hat das Dorftheater Widnau Zeit, um das neue Stück einzuüben. Auch dieses Jahr liessen sich die Verantwortlichen auf keine Experimente ein und präsentieren ihrem verwöhnten Publikum wieder eine Komödie. Neu dabei ist nicht nur der Vorarlberger Regisseur Andreas Neusser, sondern auch Philipp Luchsinger. Der 24-Jährige hat bereits letztes Jahr die Theatercrew tatkräftig unterstützt und bekommt jetzt seine erste Rolle. «Wir freuen uns, dass auch junge Leute sich fürs Theater begeistern lassen und so den Weg zu uns finden», sagt Präsident Bruno Zahnd. Vor allem freue er sich aber auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Regisseur.

Schultheater-Coach und Spitalclown

Das Theater ist dem 62-jährigen Vorarlberger Lehrer und Theaterpädagogen in die Wiege gelegt worden. Beide Eltern waren Schauspieler. Er bekam schon als Kind auch die Schattenseiten dieses Berufes mit. «Einerseits faszinierte mich immer das Geschehen auf der Bühne, doch die Welt dahinter erschien mir höchst ­verwirrend», sagt er. Seine Kindheit verbrachte Neusser nur zum Teil in Vorarlberg. In Wien, in Deutschland und eine Zeit lang sogar in Norwegen verlebte er weitere Stationen seiner Kindheit und Jugend.

Schon als Kind Theater kennengelernt

Nie hätte er damals geglaubt, später so viel mit Theater zu tun zu haben. Doch manchmal seien es die ungeplanten ­Fügungen, die einen zu den Ursprüngen zurückbringen. Vereinzelte Aktivitäten als Puppen- und Schauspieler in ­kleineren Produktionen sowie sein zunehmendes Interesse für Clowntheater hielten sein Interesse für diese Kunstform wach. Mehr durch Zufall übernahm er in seinen Anfangsjahren als Lehrer eine Schüler-Theatergruppe und fand daran so viel Gefallen, dass er sich von da an konsequent und mit wachsender Überzeugung in diesem Metier weiter entwickelte. Das ging so weit, dass er sich ein Jahr lang an einer Pariser Theaterschule einschrieb. Nach seinem Paris-Jahr fing er zusätzlich an, Kinder- und Jugendtheater zu machen: als Schauspieler, Regisseur, Autor und seit 2011 als einer von zwei Schultheater-Coaches für Vorarlberg. Zudem ist er seit über 20 Jahren Teil der CliniClowns-Vorarlberg, eine ganz spezielle Form von Impro-Theater, die ihm viel Freude bereitet.

Offene, entspannte Atmosphäre

Die Lust, unter ganz anderen ­Bedingungen wieder einmal mit Erwachsenen zu arbeiten, führte ihn nun als Regisseur der nächsten Produktion zum Dorftheater Widnau. Nach der ersten Leseprobe ist er voll des Lobes: «Es herrschte eine offene, entspannte Atmosphäre.» Trotzdem seien alle Akteure sehr konzentriert gewesen. Eine Herausforderung für ihn sei einerseits der Widnauer Dialekt, aber auch die Tatsache, dass er ziemlich spät zur Gruppe gestossen ist. Da standen das Stück, die Rollenbesetzung und das Bühnenbild bereits fest. «Ich lasse mich aber gerne darauf ein», sagt Andreas Neusser. «Ich beobachte, schaue, was angeboten wird. Wenn es funktioniert, muss ich nichts ändern. Wenn es nicht passt, greife ich ein.» Auf diese Art werde sich das Stück zu einem vollkommenen Bild entwickeln. (mia)

Hinweis: Die Premiere findet am 2. März statt. Weitere Aufführungen sind am 3., 4., 7., 9. und 10. März.

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