WIDNAU: Die ARA investiert 3,6 Millionen

In einer halben Stunde waren die zehn Traktanden der Delegiertenversammlung des Abwasserwerks Rosenbergsau abgehandelt. Im Jahresbericht steht, wofür 3,6 Millionen Franken eingesetzt werden.

Remo Zollinger
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An der Delegiertenversammlung in Widnau (von links): Maurizio Schirinzi (Geschäftsführer Abwasserwerk Rosenbergsau), Urs Graber (neuer Sekretär), Andreas Eggenberger (Präsident), Christa Köppel (Vizepräsidentin) und Beat Lang (neuer Rechnungsführer). (Bild: Remo Zollinger)

An der Delegiertenversammlung in Widnau (von links): Maurizio Schirinzi (Geschäftsführer Abwasserwerk Rosenbergsau), Urs Graber (neuer Sekretär), Andreas Eggenberger (Präsident), Christa Köppel (Vizepräsidentin) und Beat Lang (neuer Rechnungsführer). (Bild: Remo Zollinger)

Remo Zollinger

Für einen Laien liest es sich ein wenig kryptisch: «Erweitertes Vorprojekt für die Sanierung der anaeroben Schlammfaulung» heisst der Punkt, unter dem die Investitionssumme zu finden ist. Was darunter zu verstehen ist, erklärt Maurizio Schirinzi, Geschäftsführer der ARA Rosenbergsau: «Der im Prozess der Abwasserreinigung anfallende Schlamm wird in zwei Faultürme gepumpt, in denen ohne Sauerstoff (anaerob) bei 37 Grad ein biologischer Abbau der organischen Stoffe stattfindet. Die Faultürme aus dem Jahr 1974 haben ihre Nutzungserwartung überschritten, es ist eine umfassende Sanierung erforderlich.»

Bei der Sanierung werden innenseitige Ablagerungen mittels Höchstdruckreinigung entfernt und die Faulräume neu beschichtet. Auch die Rohrleitungen und Elektroinstallationen für ihren Betrieb werden optimiert oder ersetzt. Das Durchmischungssystem des Schlammes wird durch einen energieeffizienten Schraubenschaufler ersetzt. Dadurch werden die Schlammablagerungen in den Trichtern der Faulräume minimiert.

Jahresrechnung schloss besser als erwartet

Vor zwei Wochen sind die Sa- nierungsarbeiten losgegangen. Die vorgesehene Bauzeit beträgt 18 Monate. Die erste Etappe wird nach Plan im Oktober beendet, die zweite dann im Mai 2018. Im September 2018 sollen die gesamten Bauarbeiten beendet sein. Die Investitionskosten von 3,6 Millionen Franken sind im Voranschlag 2017 enthalten.

25 Delegierte erschienen am Donnerstag im «Hecht» in Widnau, um Berichte und Traktanden abzusegnen. Unter ihnen waren viele Gemeindepräsidenten wie etwa Andreas Eggenberger (Rebstein), der Präsident der ARA Rosenbergsau. Die Dele- gierten wurden über die Rechnung des Abwasserwerks informiert: Im letzten Jahr hat seine Leitung gut gewirtschaftet, die Rechnung besser abgeschlossen als budgetiert. Das Abwasserwerk musste nicht wie vorgesehen auf Reserven zurückgreifen, sondern erzielte einen Ertragsüberschuss von 35000 Franken. Gegenüber dem Budget bedeutet das eine Besserstellung von fast einer halben Million Franken.

Aufwand und Ertrag der Rechnung betrugen – abgesehen vom kleinen Überschuss – je rund 5,6 Millionen Franken. In der Betriebsreserve bzw. dem Eigenkapital befinden sich 2,4 Millionen. Der Voranschlag für das aktuelle Jahr ist ausgeglichen, in die Investitionsrechnung wurden die Ausgaben für die Sanierung der Faulräume einberechnet.

Urs Graber und Beat Lang neu bei der ARA

Im Anschluss an die finanziellen Fragen wurden die Delegierten konstituiert. Präsident Andreas Eggenberger wurde ebenso in seinem Amt bestätigt wie Vizepräsidentin Christa Köppel (Gemeindepräsidentin von Widnau).

Neu dabei sind der Rebsteiner Gemeinderatsschreiber Urs Graber als Sekretär und Beat Lang, Leiter der Finanzverwaltung Rebsteins, als Rechnungsführer. Auch die drei Mitglieder der Kontrollstelle sind neu: René Cahenzli (Heerbrugg), Adrian Knechtle (Rebstein) und Marcel Spirig (Widnau) ersetzen die beiden zurückgetretenen bisherigen Kontrolleure.