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WIDNAU: Das Zentrum der Faustballwelt

Zum 59. Mal versammelten sich Faustballer aus aller Welt beim Grenzlandturnier auf der Aegeten in Widnau. 120 Teams spielten zwei Tage lang um die besten Ränge in ihren Kategorien. Der STV Walzenhausen triumphierte auf der zweithöchsten Stufe.
Gerhard Huber
Helmo Minz vom Cohen Faustball Club aus dem afrikanischen Namibia hat nicht nur mit den weichen Bodenverhältnissen zu kämpfen. (Bilder: Ulrike Huber)

Helmo Minz vom Cohen Faustball Club aus dem afrikanischen Namibia hat nicht nur mit den weichen Bodenverhältnissen zu kämpfen. (Bilder: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

Mark Hüttig, Spielleiter des diesjährigen von Faustball Widnau veranstalteten Turniers, brachte es auf den Punkt: «Wir haben dieses Jahr ein sehr gutes Grenzlandturnier mit 120 Mannschaften. Darunter wieder die Besten aus aller Welt, nämlich die Spitzenteams aus Deutschland, Österreich, Brasilien und der Schweiz. Leider musste uns die Nationalmannschaft aus Argentinien im letzten Moment absagen.» Der einzige, der auf der Aegeten zunächst offenbar kein Faustballfreund war, war Petrus, der mehrere Tage Dauerregen vom Himmel herabgeschickt hatte, sodass drei der gesamt 16 Spielfelder unbespielbar waren. Das Turnier der Seniorenklasse wurde deshalb kurzerhand auf den Kunstrasenplatz verlegt und die Veranstaltung wie geplant und programmgemäss durchgezogen. Was dann auch mit viel Sonne am Sonntag belohnt wurde.

Noch nie so viele Faustballer auf einem Platz gesehen

Eines der Teams mit der weitesten Anreise war der Cohen Faustball Club, Namibia. Namibia? Ja, auch im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika spielen die Nachfahren der damaligen deutschen Kolonialherren Faustball. Mit insgesamt sieben Vereinen in zwei Ligen. Wobei sechs dieser Vereine in der Hauptstadt Windhoek stationiert sind. «Das hier in Widnau ist ein Superturnier, wir haben noch nie so viele Faustballer auf einem Platz gesehen», gibt Helmo Minz aus Windhoek bereitwillig und im schönsten Hochdeutsch Auskunft. Der Südwestafrikaner in der vierten Generation ist mit seinem Team und seiner Familie angereist. «Letztes Wochenende haben wir beim Turnier in Jona gespielt und jetzt hier in Widnau. Da konnten wir viel internationale Erfahrung sammeln. Wobei wir uns mit den feuchten und weichen Rasenplätzen schon ein bisschen schwer tun, denn bei uns in Namibia sind die Plätze sonnenverbrannt und entsprechend härter.»

Wohnmobile, Kleinbusse und eine ganze Zeltstadt

Den Faustern aus allen Herren Ländern gefällt es in Widnau. Da gibt es Vereine, die alljährlich mit dreissig bis vierzig Spielern verteilt auf mehrere Teams anrücken. Und auf der Aegeten neben vielen Wohnmobilen und Kleinbussen eine ganze Zeltstadt aufbauen. Da wird trainiert und gespielt, gefachsimpelt und natürlich auch im aufgebauten Festzelt ausgiebig gefeiert. Ein grossartiges Turnier mit dem qualitativ besten Starterfeld aller jährlich stattfindenden Turniere. Die Einzigen, die sich an diesem Wochenende nicht freuten, waren wohl die Widnauer Fussballer, da die Sportplätze auf der Aegeten doch arg ramponiert wurden.

Damen aus Brasilien gewinnen den Titel

Gespannt darf man jeweils auf den Auftritt der Vertreter aus Brasilien sein. Die Herren von No- vo Hamburgo und Sogipa Porto Allegre enttäuschten letztes Jahr mit dem fünften und 16. Platz unter zwanzig Eliteteams. Mit den Plätzen zwölf und fünf lief es ihnen in diesem Jahr jedoch nur wenig besser. Überzeugen konnten dagegen die Frauen von So­gipa Porto Allegre, die in einem überlegen geführten Finalspiel ihre Gegnerinnen vom TV Eibach 03 mit 2:0 Sätzen (11:7/11:4) regelrecht vom Platz schossen.

In der Kategorie A beherrschte der STV Walzenhausen die Konkurrenz. Die Vorderländer errangen den Siegerpokal vor den Tigers Vöcklabruck II aus Österreich. Der TV Rebstein erspielte sich Rang sieben. In der Elite-klasse der Herren fand wieder ein Finalspiel ohne Rheintaler Be-teiligung statt. Die heimischen Weltklasseteams SVD Diepolds­au-Schmitter und Faustball Widnau schafften es in diesem illus­tren Teilnehmerfeld immerhin auf die Ränge fünf und sieben. Das Finale war aber eine Angelegenheit zwischen den Union Tigers Vöcklabruck und dem TV Vaihingen/Enz. Also Österreich gegen Deutschland. Nachwuchstalente gegen Routine. Aufschläger Andreas Feichtenschlager gegen seinen Kontrahenten Koja Mayer. In einem attraktiven, dramatischen und spannenden Fi­nale behielten die Gäste aus dem schwäbischen Vaihingen/Enz letztlich mit 2:1 (8:11, 11:8, 11:8) knapp die Oberhand.

Mehr Bilder: rheintaler.ch

Rangliste: faustball-widnau.ch

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