WIDNAU: Ausstellung der sieben Altersheim-Varianten

Seit gestern sind die Projektstudien für den Neubau des Alters- und Pflegezentrums Augiessen ausgesellt. Bis zum 30. März können sie besichtigt werden.

Gerhard Huber
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Gerhard Huber

Das Alters- und Pflegezentrum Augiessen in Widnau ist in die Jahre gekommen. Der Betrieb mit 46 Betten eignet sich nicht mehr für die heutigen Wohn- und Pflegeformen und die künftigen Ansprüche im Pflegebereich. Aus baulichen und betriebswirtschaftlichen Gründen hat man sich in Widnau daher schon vor Jahren entschlossen, von einer Sanierung und Erweiterung abzusehen und einen Neubau für 108 Bewohner zu errichten.

«Wir wollten, dass das neue Alters- und Pflegezentrum nicht an der Peripherie, sondern mitten im Zentrum des Ortes an der Zehntfeldstrasse, unweit von der Bahnhofstrasse, entsteht. Es soll ein Bau werden, der mit Tages­café und einer hotelähnlichen Lobby auch Aussenstehende zum Verweilen einlädt», sagte Gemeindepräsidentin Christa Köppel und präsentierte die aus dem Studienwettbewerb hervorgegangenen sieben Projektvorschläge.

Einstimmig zum Siegervorschlag gekürt

Diese werden ab sofort bis zum 30. März von Montag bis Freitag von 16.30 bis 18.30 und samstags von 9 bis 11 Uhr zu besichtigen sein. Ausstellungsort ist der frisch renovierte Kindergarten Girlen, der ebenso besichtigt werden kann. Alle eingereichten Projekte werden mit Plänen und im Modell präsentiert, damit Betrachter nachvollziehen können, warum das Projekt der Bregenzer Architekten Andreas Cukrowicz und Anton Nachbaur von der Fach­jury einstimmig zum Siegervorschlag gekürt wurde.

«Wir haben uns unglaublich über diese Nachricht gefreut», berichtete Architekt Andreas Cukrowicz, «denn wir haben uns sehr intensiv mit dem Thema und dem Platz beschäftigt. Das zur Verfügung stehende Grundstück gestaltete sich schwierig für eine derart grosse Aufgabe. Zudem wollten wir nicht banale Zimmer mit Balkon und Nasszelle gestalten, sondern tatsächlich kleine und individuell einzurichtende Wohnungen planen. Zu den grossen Aufenthaltsbereichen schaffen wir auch noch kleine Begegnungszonen. Ein grosses Augenmerk liegt auf dem Foyer, das Drehscheibe und Begegnungsort für die Heimbewohner und Hausfremden sein soll.»

Wettbewerbe international ausgeschrieben

Auf die Frage, ob es in Widnau Kritik daran gegeben habe, dass der Auftrag an ein österreichisches und nicht an ein heimisches Architekturbüro gehe, antwortete Gemeindepräsidentin Christa Köppel mit einem klaren Nein. «Solche Wettbewerbe werden immer international ausgeschrieben. Ausschlaggebend für die Kür des Siegers des Studienwettbewerbes waren der architektonische Ausdruck, die städtebauliche Qualität, die Funktionalität und die Wirtschaftlichkeit.»