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WIDNAU: Aktive und kommunikative Bank

Die Alpha Rheintal Bank konnte erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr abschliessen. Für Christoph Mattle, Altstätten, kommt der Oberrieter Marco Kluser in den Verwaltungsrat. Drei Millionen werden als Dividende ausgeschüttet.
René Jann
Abschied und Willkomm im Verwaltungsrat der Alpha Rheintal Bank (v. l.): das neue Mitglied Marco Kluser, Verwaltungsratspräsident Thomas Gerosa, der zurückgetretene Verwaltungsrat Christoph Mattle und Stefan Frei, Vorsitzender der Geschäftsleitung. (Bilder: René Jann)

Abschied und Willkomm im Verwaltungsrat der Alpha Rheintal Bank (v. l.): das neue Mitglied Marco Kluser, Verwaltungsratspräsident Thomas Gerosa, der zurückgetretene Verwaltungsrat Christoph Mattle und Stefan Frei, Vorsitzender der Geschäftsleitung. (Bilder: René Jann)

WIDNAU. An der 16. Generalversammlung der Alpha Rheintal Bank liessen sich am Samstagabend in der Widnauer Sporthalle Aegeten 1219 Aktionärinnen und Aktionäre über ein erfolgreiches Geschäftsjahr informieren. Wie Verwaltungsratspräsident Thomas Gerosa erklärte, hatte der Euro-Schock auch das Rheintal hart getroffen, was die Wirtschaft zu teils unpopulären, aber meist unvermeidbaren Massnahmen gezwungen habe. Die Alpha Rheintal Bank orientiere sich am langfristigen Erfolg und stehe als unabhängige und verlässliche Partnerin in guten und in angespannten Zeiten zu den regionalen Unternehmen sowie zu ihren Kundinnen und Kunden. Immer wieder gelte es, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Mit der Aufhebung der Kursuntergrenze habe die Schweizerische Nationalbank die Negativzinsen von minus 0,25 Prozent auf 0,75 Prozent reduziert. Wegen der Einhaltung der Liquiditätsvorschriften müsse eine Bank hohe Bargeldbeträge halten. Die flüssigen Mittel der Alpha Rheintal Bank seien mit 190 Mio. Fr. nahe an der Freigrenze. Dennoch bestehe keine Absicht, Spareinlagen mit Negativzinsen zu belasten.

Die Kapitalerhöhung im letzten Jahr sei erfolgreich abgeschlossen. Mit der Ausschüttung von 3 009 000 Franken Dividende aus gesetzlichen Kapitalreserven würden Privatanleger in der Schweiz eine steuerfreie Dividende von 8.50 Franken pro Aktie erhalten. Dies ergibt bei einem Kurswert von 445 Fr. eine Dividendenrendite von 1,9 Prozent. Nach der Kapitalerhöhung sei das Eigenkapital auf über 162 Mio. Franken gestiegen, was mehr Sicherheit für das Kapital der Aktionäre bedeute. Mit einer Kapitalquote von 15,6 Prozent übersteigt die Bank die geforderte Quote von 11,2 Prozent klar.

Entgegen dem allgemeinen Trend, Bankfilialen zu schliessen, wolle die Alpha Rheintal Bank dem veränderten Kundenverhalten, das weniger Transaktionen, dafür aber mehr Beratung fordere, Rechnung tragen, indem die Geschäftsstellen mit rollender Strategieplanung laufend optimiert würden. «Auch in Zukunft wollen wir ein kompetenter Bankpartner für die Wirtschaft in der Region sein. Unsere Kundschaft soll uns als attraktive und kommunikative Bank wahrnehmen», erklärte Gerosa.

Erfolgreiches Geschäftsjahr

Auch Stefan Frei, Vorsitzender der Geschäftsleitung, befasste sich mit dem veränderten Kundenverhalten, das die Transaktions-Filialen zu Beratungs-Filialen verändere. Darob gelte es, die Schalteröffnungszeiten den Kundenbedürfnissen anzupassen. So werde die Schalterpräsenz an den Randstunden morgens und abends um eine halbe Stunde gekürzt. Auch Frei versicherte, dass keinerlei Absicht bestehe, Geschäftsstellen zu schliessen.

Über 90 Prozent der Kredite hat die Alpha Rheintal Bank in der Region platziert. Die Bilanzsumme, so Frei, sei um 80 Mio. auf über 1875 Mio. Franken gestiegen. Die Kundenausleihungen hätten sich um 69,7 Mio. auf 1590 Mio. Franken erhöht.

Auf der Passivseite seien die Kundengelder um 53 Mio. auf 1335 Mio. Franken gestiegen. Dagegen seien die Depotwerte um 75 Mio. auf 1586 Mio. Franken gesunken.

Frei konnte auf einen Netto-Zinserfolg von 16 Mio. Franken hinweisen. Aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hätten 6,2 Mio. und aus dem Handelsgeschäft 3,7 Mio. Franken resultiert. Bei einem Geschäftsaufwand von 16,6 Mio. bleibe nach Abzug der Wertberichtigungen und Abschreibungen von 0,8 Mio. ein Geschäftserfolg von 8,6 Mio. Franken. Davon müssten Steuern im Umfang von 1,4 Mio. Fr. entrichtet werden. Der Gewinn betrage erfreuliche 7,2 Mio. Fr., was erlaube, die Eigenmittel um 4,1 Mio. Franken zu erhöhen und über 3 Mio. Franken in Form einer Dividende auszuschütten.

Lagebericht und Jahresrechnung wurden ohne Gegenstimme gutgeheissen.

Mattle verabschiedet

Mit der Generalversammlung 2016 ist Christoph Mattle, Altstätten, aus dem Verwaltungsrat der Alpha Rheintal Bank ausgeschieden und verabschiedet worden. Verwaltungsratspräsident Thomas Gerosa würdigte sein grosses Engagement. So war Mattle während 25 Jahren Verwaltungsratspräsident der Sparkasse Oberriet. 2003 fusionierte die Sparkasse Oberriet mit der Alpha Rheintal Bank. Mit grossem Engagement habe Mattle damals den Zusammenschluss der beiden Regionalbanken vorbereitet. An der GV 2004 sei er dann in den Verwaltungsrat der Alpha Rheintal Bank gewählt worden, in dem er sich als Vizepräsident für die gestärkte Einheit mit einer Bilanzsumme von damals 1 Mia. Franken verdient gemacht habe. Gerosa würdigte das Fachwissen und die grosse Berufserfahrung Mattles.

Nach einer Stunde konnte Gerosa zum gemütlichen Teil mit Speisen aus der Bernecker «Ochsen»-Küche, dem Dessert von «Max» aus Heerbrugg sowie zu vorgerückter Stunde zum traditionellen Würstli einladen.

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