WIDNAU: 91,5 % schaffen die Veloprüfung

Die Primarschulzeit der Sechstklässler geht bald zu Ende. Für den Übertritt an die Oberstufe sind nicht nur die Zeugnisnoten wichtig. Die Schüler müssen auch ihr Velo beherrschen und es instand halten.

Monika von der Linden
Drucken
Teilen
Konzentriert, langsam und genau. Die meisten Schüler absolvierten den Parcours voller Geschick und ohne Fehler. (Bilder: Monika von der Linden)

Konzentriert, langsam und genau. Die meisten Schüler absolvierten den Parcours voller Geschick und ohne Fehler. (Bilder: Monika von der Linden)

Monika von der Linden

Vuhadin Abdiji besucht die sechste Klasse im Schulhaus Wyden. Seit mindestens einem Jahr weiss er, dass er im Mai seine Veloprüfung ablegen wird. Denn als Fünftklässler war er einer der Helfer der Verkehrspolizisten und kennt den Ablauf.

Damit er sich auch auf den theoretischen Teil gut vorbereiten konnte, nahm er sich das Lernblatt aus dem Unterricht auch zu Hause vor und liess sich abfragen.

Mit dem Ziel, die Prüfung zu bestehen, fuhr Vuhadin Abdiji am Dienstagnachmittag wie immer mit dem Velo zur Schule. Weil er regelmässig fährt und die Hauptstrassen nicht meidet, war er auch auf den praktischen Teil bestens vorbereitet. Aufgeregt war er aber wegen des Reaktionstests. Den legte er an einem Fahrradsimulator ab. «Wenn ich am Computer Fussball spiele, steuere ich mit einem Controller. Hier war es eine Lenkstange wie beim Velo», verglich er. Auch wenn es neu und ungewohnt war, machte Vuhadin Abdiji keinen Fehler. Zum Fragebogen sagte er: «Die Theorieprüfung hätte besser laufen können.» Obwohl er zwei Schilder verwechselte, darf er künftig die Bronzemedaille an seinen Veloschlüssel hängen.

105 Schülerinnen und Schüler legten gestern in Widnau die Prüfung ab. Mit dem Ergebnis ist Armin Näf (Verkehrsinstruktor der Kantonspolizei) sehr zufrieden: «91,5 Prozent haben bestanden.» 17 Schüler belegten den Gold-Rang. Vier von ihnen machten keinen Fehler und gewannen zusätzlich eine Trinkflasche; 13 Gold-Medaillengewinnern unterlief jeweils ein Fehler. Die Silber-Medaille durften 42 Kinder mit nach Hause nehmen. Sie bekamen zwei oder drei Fehlerpunkte. Wer vier oder fünf Fehler machte, bekam immerhin noch die Bronze-Medaille und hatte bestanden. Das waren 37 Schüler. Sechs bis acht Fehler kamen bei neun Schülern vor. Diese Jugendlichen bestanden die Prüfung nicht.

In diesem Jahr liegt die Erfolgsquote in Widnau bei 91,5 Prozent. Im Vorjahr hatten in Widnau 85 Prozent einen Medaillenrang erreicht.

Mehr Bilder auf rheintaler.ch unter Bilderstrecken.

Aktuelle Nachrichten