Wetter verhinderte Fussball

Der Fussballbetrieb kam an diesem verregneten Pfingstwochenende im gesamten Rheintal praktisch zum Erliegen. Wasserball statt Fussball wäre angesagt gewesen. Doch die Ligaspiele wurden abgesagt.

Gerhard Huber
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FUSSBALL. Regen, Regen, Regen. Diesmal meinte es Petrus zu gut, als er seine Giesskanne über dem Rheintal ausschüttete. Seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag plätscherte es bis Sonntagmorgen beinahe ohne Unterbruch vor sich hin. Sanft, aber stetig, ab und zu noch unterbrochen durch gewitterartige Schauer. Was aber diesmal zum Glück zu keinen grossen Schäden führte.

Der Schiedsrichter entscheidet

Nur die Seele der wettergeeichten Fussballfans nahm Schaden. Denn die für Freitag, Samstag und Sonntag angesetzten Spiele der Fanionteams im Rheintal mussten praktisch komplett abgesagt werden. Ausnahme war der FC Rebstein, wo der Match gegen Montlingen von vornherein auf Pfingstmontag festgesetzt war. So kam also Artikel 27, Absatz 3, des Wettspielreglements des Schweizerischen Fussballverbandes zur Anwendung: «Am Spieltag entscheidet allein der Schiedsrichter über die Benutzbarkeit des Spielfeldes, sofern nicht die den jeweiligen Wettbewerb durchführende Organisation eine vorzeitige Inspektion angeordnet und die Verschiebung verfügt hat.»

In trittfestem Zustand

So einfach geht's. Oder auch nicht. Denn die deutschen Kollegen vom Fussballverband Südwest haben genauere Vorschriften: «Die Versickerung von Niederschlagswasser hängt von der Durchlässigkeit und der Wasserrückhaltung bzw. der Wassersättigung des Spielfeldaufbaus und gegebenenfalls vom Abstand der Dränleitungen ab. Der Spielbetrieb kann erfolgen, wenn kein Oberflächenwasser sichtbar ist und sich der Rasenboden in einem trittfesten Zustand befindet.» Vorschriften, die dem Schiedsrichter weniger Spielraum lassen, als dies in der Schweiz der Fall ist.

Spiel auf Kunstrasen?

Trotzdem, an diesem Wochenende hat es am trittfesten Zustand auf den «Tschutterplätzen» gefehlt. Aber warum wurde in Rheineck, Au-Berneck und Widnau nicht einfach auf den dort vorhandenen Kunstrasen-Trainingsplätzen gespielt? Die Frage ist bei Rheineck schnell beantwortet, da der dortige Übungsplatz für ein Meisterschaftsspiel wohl zu klein ist. Der FC Au-Berneck beantwortet die Frage auf seiner Homepage, aus der hervorgeht, dass der Kunstrasenplatz nur bis zur 4. Liga für Wettbewerbsspiele homologiert ist und der Spielbetrieb der 2. Liga deshalb nicht möglich sei. Und der Kunstrasen auf der Aegeten steht bei Starkregen teilweise selbst unter Wasser, wie bei der unvergesslichen Wasserschlacht vor drei Jahren in der vorletzten Spielrunde gegen den FC Chur, bei der es aber um nichts mehr ging.

Auf jeden Regen folgt Sonnenschein. Und auf jede Spielabsage eine Neuansetzung. So werden die Widnauer Weiss-Blauen ihren Match gegen den FC Seefeld am Mittwoch, 25. Mai, nachtragen. Die Termine für die Neuaustragungen der in der 2. und 3. Liga abgesagten Partien stehen noch nicht fest.