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Fahrverbot auf Firmenparkplatz in Altstätten: Wer abkürzt, muss zahlen

Seit zwei Jahren gilt auf dem Parkplatz der Firma Soplar ein Fahrverbot. Das war nötig, der Sicherheit wegen.
Kurt Latzer
Seit 2017 gilt auf dem Parkplatz der Firma Soplar SA (rechts) Fahrverbot. Damit hat das Unternehmen den Verkehrsteilnehmern einen Riegel geschoben, die den Weg von der Kriessern- in die Bafflesstrasse über den Firmenparkplatz abkürzen. (Drohnenbild: Kurt Latzer)

Seit 2017 gilt auf dem Parkplatz der Firma Soplar SA (rechts) Fahrverbot. Damit hat das Unternehmen den Verkehrsteilnehmern einen Riegel geschoben, die den Weg von der Kriessern- in die Bafflesstrasse über den Firmenparkplatz abkürzen. (Drohnenbild: Kurt Latzer)

Man stelle sich vor: Auf der Strasse vor dem eigenen Haus staut der Verkehr, weil einige Meter entfernt eine Bahnschranke ihre Arme senkt. Viele Male pro Tag, auch in der Hauptverkehrszeit. Um nicht hinten anstehen und warten zu müssen, nehmen einige Autofahrer die Abkürzung über den Platz vor der Haustür, gefährden damit Gut und Leben der Bewohner.

Ähnliche Szenen spielen sich auf dem Grundstück der Soplar SA ab, auf den Parkplätzen. Mehrmals pro Stunde ist die Bahnschranke beim Grüntal geschlossen. Vor allem in den Hauptverkehrszeiten stauen die Autos auf beiden Seiten der Barriere. Wer sich in Altstätten auskennt, nimmt lieber einen kleinen Umweg in Kauf, anstatt in der Blechlawine zu warten. Ausweichen kann man über die Südumfahrung, oder kurz vor der Schranke ist das über die Bafflesstrasse möglich. Das Problem bei Letzterer ist: Dorthin kommen muss man erst einmal, was bei der stehenden Kolonne nicht so einfach ist.

Mehrfach haben sich beinah Unfälle ereignet

Da kommt Ungeduldigen die Einfahrt von der Kriessernstras- se in den Parkplatz der Firma Soplar SA gerade recht. Denn der mündet auf der anderen Seite in die Bafflesstrasse. «Auf unserem Vorplatz haben sich mehrmals Beinahzusammenstösse mit Personen oder Autos ereignet», sagt Roland Eugster, Mitglieder der Geschäftsleitung bei der Soplar SA, «wer rechnet beim Ein- oder Ausparkieren damit, dass Autofahrer mit 50 km/h über den Platz brettern, anstatt sich zehn Minuten früher aus dem Bett oder vom Mittagstisch zu bewegen?» Um dem frechen Abkürzen über den Parkplatz einen Riegel zu schieben, gilt dort seit September 2017 für Unberechtigte ein Fahrverbot, beschildert auf beiden Seiten des Platzes. Das Verbot ist gerichtlich verordnet. Wer es missachtet, muss mit einer Busse von bis zu 500 Franken rechnen. Wer die Strafe nicht bezahlt, bekommt es mit dem Kreisgericht zu tun. Wie Eugster sagt, ereignen sich verbotene Platzüberquerungen vor allem während der Hauptverkehrszeiten und fast ausschliesslich in Richtung Städtli. Kriminelle Züge nimmt das Ganze an, wenn Autofahrer die stehende Kolonne auf dem breiten Velostreifen rechts überholen, um über den Soplar-Parkplatz abzukürzen. «Solche Vorfälle habe ich bereits mehrfach gesehen», sagt Roland Eugster. Deshalb habe bereits mehrmals die Polizei vor dem Haus gestanden.

2018 so viele Bussen wie 2017 in vier Monaten

Das mit den verordneten Fahrverboten hat sich die Soplar SA einiges kosten lassen. Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen: «Das Verfahren, das für die Verordnung von Fahr- oder Parkverboten auf Privatgrund nötig ist, kostet Zeit viel und Geld.» Zu den Kosten für das Verfahren kommen jene für den Kauf und das Aufstellen der Tafeln.

Das Fahrverbot vor dem Altstätter Unternehmen gilt seit bald zwei Jahren. Hat sich die Investition gelohnt, die Situation gebessert? «Verbotstafeln werden nicht beachtet, die Bussen schon», sagt Roland Eugster. Die Zahlen der letzten beiden Jahre geben Aufschluss. 2017, September bis Dezember, wurden 40 Bussen verhängt; von Januar bis Dezember 2018 ebenfalls 40.

Von Januar bis heute wurden 39 Automobilisten zur Kasse gebeten. Die Autos, die über den Vorplatz der Firma fahren, werden fotografiert. Meldungen werden beim örtlichen Polizeiposten erstattet.

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