Wer bringt Ruhe in die Schule?

BUECHEN/STAAD. Die Schule Thal geniesst nach negativen Schlagzeilen in den vergangenen Jahren nicht den besten Ruf. Das soll sich mit dem neuen Schulratspräsidenten ändern. Am Donnerstagabend haben sich die beiden Kandidaten vorgestellt.

Christoph Renn
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Elmar Hürlimann (Mitte) löcherte Miriam Salvisberg und Philippe Auderset mit Fragen zum Lehrplan 21. (Bild: Christoph Renn)

Elmar Hürlimann (Mitte) löcherte Miriam Salvisberg und Philippe Auderset mit Fragen zum Lehrplan 21. (Bild: Christoph Renn)

Der Pfarrsaal der katholischen Kirche in Buechen war an diesem Donnerstagabend bis zum letzten Platz gefüllt. Rund 80 Personen lauschten gespannt den Ausführungen der beiden Kandidierenden für das Amt des Schulratspräsidenten; Miriam Salvisberg von der CVP und der seit kurzem parteilose Philippe Auderset (siehe Zweittext). Elmar Hürlimann, Schulleiter der Oberstufe in Goldach, moderierte die von der CVP Thal organisierte Podiumsdiskussion im Vorfeld des zweiten Wahlgangs am 28. Februar.

Salvisberg und Auderset sind sich in vielen Punkten einig: «Die Schule Thal muss wieder attraktiver werden. Die Umsetzung des Lehrplans 21 ist sehr wichtig. Und das angekratzte Image der Schule Thal muss wieder aufpoliert werden.» Den Unterschied machen die beiden Anwärter in der Herangehensweise aus. Wo Miriam Salvisberg auf rücksichtsvollen Umgang und offene Kommunikation setzt, wählt Philippe Auderset den strukturierteren Weg: «Die Schule Thal ist aufgebaut wie ein Unternehmen und so will ich es auch führen.» Gewichtiges Thema in der zukünftigen Arbeit des gewählten Schulratspräsidenten in Thal wird die Umsetzung des Lehrplans 21, oder des Lehrplans Volksschule, wie er im Kanton St. Gallen heisst. Philippe Auderset äussert sich positiv darüber. «Es wird gar nicht so viele Veränderungen geben.» Inhaltliche Verschiebungen und die Fokussierung auf die Kompetenzen seien die einzigen schwerwiegenden Neuerungen. Für die interimistische Präsidentin Miriam Salvisberg ist nicht entscheidend, wie sie zum Lehrplan steht. «Die Umsetzung erfolgt nach Weisung des kantonalen Schuldepartements.» Sie versichere, dass die Schule Thal auf einem guten Weg ist. «Die Schulleitung hat Infoveranstaltungen besucht, und die Termine für die Einführung der Lehrpersonen stehen fest.»

Nach Ausführungen der beiden Kandidaten zu Personal- und Elternpolitik sowie zur Entwicklung der Schule waren die Zuhörer an der Reihe. Immer wieder wurden Salvisberg und Auderset gefragt, wie sie das Image der Schule Thal wieder aufzupolieren gedenken. Und ob der jetzige Schulrat denn noch tragbar sei, da dieser zum Imageverlust beigetragen habe.

«Wir arbeiten bereits daran. Das Medienprojekt ist nur ein Beispiel, das positive Schlagzeilen gemacht hat.» Bezüglich des Schulrats könne sie nur sagen, dass die Probleme angesprochen wurden und er gewillt sei, nach vorne zu schauen und gute Arbeit für die Schule zu leisten. Auderset sieht hier seine Chance: «Ich bringe eine neue Sichtweise in den Rat.» Durch seine berufliche Erfahrung wisse er, wie mit solchen Situationen umzugehen sei. Er könne sich aber auch eine Umstellung zu einer Schulkommission vorstellen.

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