Weniger Populismus wäre wünschbar

Vom Ausgang der eidgenössischen Parlamentswahlen kann man halten, was man will; die Sitzverteilung für die kommende Legislaturperiode wird jedoch Probleme aufgeben.

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Vom Ausgang der eidgenössischen Parlamentswahlen kann man halten, was man will; die Sitzverteilung für die kommende Legislaturperiode wird jedoch Probleme aufgeben. Es besteht lediglich noch die Hoffnung, dass bei den anstehenden Nachwahlen für den Ständerat gewisse Korrekturen vorgenommen werden. Eine breite Schicht der Bevölkerung ist der SVP hinsichtlich Asylanten sowie Migration auf den Leim gekrochen und geht davon aus, dass diese Partei in der Lage sein wird, der aktuellen Entwicklung mit ihren Methoden Einhalt zu gebieten und die Probleme zu lösen. Doch den gegenwärtigen Zustand kann ein einzelnes Land nicht ändern, und es braucht dazu weit mehr als billige Aussagen. Europa, inklusive der Schweiz, hat vor Jahrzehnten (Kolonialzeit) Fehler begangen und sich mit den eigentlichen Problemen in den entsprechenden Ländern ungenügend auseinandergesetzt. Die anstehende Flüchtlingswelle ist nun eine Folge davon, und es braucht dringend Massnahmen vor Ort, um diese zu unterbinden. Obendrein muss die Schweiz auch innerhalb von Europa eine gewisse Vorsicht walten lassen, denn die Bilateralen Verträge sind ein wichtiger Bestandteil für die Erhaltung der Volkswirtschaft. Die Schweiz ist exportorientiert, sie erfreut sich eines hohen Anteils an Exportleistungen gemessen am BIP (Bruttoinlandprodukt). Ca. 65 % des BIP wird im Export generiert. Davon fliessen ca. 60 % in Länder der Europäischen Union. Demnach ist die Schweiz einer gewissen Abhängigkeit ausgesetzt. Daher empfehle ich nachfolgenden Leitspruch: Mehr denken – besser handeln – weniger Populismus käme der Sache zugute und wäre für die Zukunft erfolgversprechender.

Alfred Ritz

Rundstrasse 13, Altstätten