Weniger Geläut, weniger Lärm

Die evangelischen Kirchenglocken sollen weniger lang läuten und die Schallemissionen verringert werden. Dies schlägt die Kirchenvorsteherschaft vor, nachdem eine Arbeitsgruppe sich mit der Sache befasst hat.

Max Pflüger
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Es ist beabsichtigt, das Einläuten von 10 Minuten auf 7 Minuten zu kürzen und den sonntäglichen Gottesdienst nur noch einmal, nicht mehr zweimal einzuläuten. Der nächtliche Stundenschlag soll vorläufig nicht reduziert werden.

Für den Glockenraum ist eine schallschluckende Verkleidung vorgesehen. Insgesamt soll die Lärmemission des Geläutes deutlich unter den Grenzwert von 85 Dezibel fallen.

Ingenieur hat mitgearbeitet

Im Amtsbericht 2015 der evangelischen Kirchgemeinde ist festgehalten: «Eine Beschwerde der Stockwerkeigentümer der Vorderen Kirchstrasse 6/8 hat die Emotionen unserer Kirchbürgerinnen und Kirchbürger arg geprüft. In Leserbriefen äusserten sich Kirchbürger deutlich, dass sie nicht bereit sind, auf unsere Läuttradition zu verzichten. (…) Wir werden sobald wie möglich wieder informieren und alle Resultate dieser Arbeiten offen legen.»

In der Folge setzte die Kirchenvorsteherschaft eine Arbeitsgruppe ein, die eine Lösung des Problems zu erarbeiten hatte. Fachwissenschaftlich begleitet und beraten wurde diese von Ingenieur Otto Mattle aus Rebstein. Der Arbeitsgruppe gehörten zwei Vertreter der Einsprecher, zwei Vertreter der Politischen Gemeinde, ein Vertreter der Kirchbürger und ein Vertreter der Kirchenvorsteherschaft an. Am Montagabend informierte die Kirchenvorsteherschaft nun über die Resultate der Arbeitsgruppe und die Entscheide der Vorsteherschaft zum weiteren Vorgehen. Mit 86,7 Dezibel liegt das Geläute heute über dem empfohlenen Grenzwert von 85 Dezibel. Die Vorsteherschaft will den Grenzwert dank der genannten Massnahmen einhalten.

Die Lautstärke des Geläuts soll durch eine schallschluckende Verkleidung im Glockenraum um rund zwei Dezibel reduziert werden. Der hierfür nötige Kredit in der Höhe von gegen 20 000 Franken wird der nächsten Bürgerversammlung beantragt.

Einsprecher begrüssen die Massnahmen

Insgesamt soll damit die Lärmemission des Geläutes deutlich unter den Grenzwert von 85 Dezibel fallen. – Die Vertreter der Einsprecher in der Arbeitsgruppe haben diesem Vorgehen ebenfalls zugestimmt. An der Informationsveranstaltung vom Montag waren die Einsprecher aber nicht vertreten.