Weniger Einbrüche im Kanton

In Ausserrhoden und Innerrhoden ist 2015 die Zahl der Straftaten gesunken. Einen Rückgang gab es unter anderem bei den Einbrüchen. Dies zeigen die neusten Kriminalstatistiken. Nur in wenigen Bereichen wurden mehr Delikte begangen.

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In Appenzell Ausserrhoden wurden letztes Jahr 2677 Straftaten verübt. (Bild: ky)

In Appenzell Ausserrhoden wurden letztes Jahr 2677 Straftaten verübt. (Bild: ky)

AUSSERRHODEN. Appenzell Ausserrhoden ist im gesamtschweizerischen Vergleich ein sicherer Kanton. Dies zeigt die am Dienstag veröffentlichte Kriminalstatistik 2015. Demnach lag die Gesamtzahl der Straftaten im vergangenen Jahr bei 2677. Gegenüber 2014 bedeutet dies einen Rückgang von 6,6 Prozent. 2015 wurden im Kanton 1960 Straftaten nach dem Strafgesetzbuch verübt. Ein Jahr zuvor waren es noch 2076. Bei 38,3 Prozent (Vorjahr: 45,6 Prozent) der Straftaten handelte es sich um Vermögensdelikte. Gemäss der Statistik wurden letztes Jahr zudem 13,9 Prozent (14,8 Prozent) Delikte gegen die Freiheit und 6,2 Prozent (6,4 Prozent) gegen Leib und Leben verübt.

Mehr Gewaltstraftaten

In einigen Bereichen ist die Zahl der Straftaten dagegen im Vergleich zu 2014 gestiegen. So kam es mit 1,2 Prozent (ein Prozent) häufiger zu Delikten gegen die sexuelle Integrität, mit 17,5 Prozent (13,5 Prozent) gegen die öffentliche Gewalt und mit 22,9 Prozent (18,7 Prozent) zu übrigen Straftaten. Bei den Gewaltstraftaten wurde eine Zunahme von zwei Prozent auf 216 (211) Delikte verzeichnet. Die schwere Gewalt hat um 83 Prozent auf zwei (zwölf) Delikte abgenommen.

Ein Tötungsdelikt

Hingegen musste ein vollendetes Tötungsdelikt (0) registriert werden. Versuchte Tötungsdelikte wurden 2015 nicht verübt (zwei). Während die Straftaten wegen schwerer Körperverletzung auf eins (sieben) und betreffend einfacher Körperverletzung auf zwölf (19) zurückgingen, mussten beim Raub mit fünf Delikten (0) und bei sexuellen Nötigungen mit drei Delikten (1) eine Zunahme verzeichnet werden.

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Integrität weist die Statistik eine Zunahme auf 24 Delikte (21) aus. Besonders bei den sexuellen Belästigungen ergibt sich mit neun Delikten (1) eine deutliche Steigerung.

Hohe Aufklärungsquote

Die Straftaten gegen das Vermögen haben um 21 Prozent auf 750 Delikte (946) abgenommen. Dabei ist die Zahl der Diebstahlsdelikte (ohne Fahrzeuge) um 23 Prozent zurückgegangen. Bei Raub musste mit fünf Delikten (1) eine Zunahme verzeichnet werden. Hingegen ist bei den Einbruchsdiebstählen mit 83 Fällen (127), dem gesamtschweizerischen Trend folgend, ein deutlicher Rückgang um 35 Prozent feststellbar. Die Zahl der registrierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz beträgt 255 (323) und ist somit um 21 Prozent zurückgegangen.

Die kantonale Aufklärungsquote aller Straftaten gegen das Strafgesetzbuch (StGB) liegt bei 62,1 Prozent. (kpar/cal)