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Weiterer Meilenstein für die Immuntherapie bei Krebs

Erst vor wenigen Wochen erhielt der Basler Pharmakonzern Roche in den USA die Marktzulassung für Tecentriq. Obschon diese Immuntherapie bislang nur bei Patienten mit Blasenkrebs zur Anwendung kommt, gilt sie als Durchbruch.

Erst vor wenigen Wochen erhielt der Basler Pharmakonzern Roche in den USA die Marktzulassung für Tecentriq. Obschon diese Immuntherapie bislang nur bei Patienten mit Blasenkrebs zur Anwendung kommt, gilt sie als Durchbruch. An der diesjährigen Tagung der American Society of Clinical Oncology wurden auf diesem Gebiet für mehrere Wirkstoffkandidaten vielversprechende Studienergebnisse vorgelegt.

Vom 3. bis 7. Juni lud die American Society of Clinical Oncology, kurz ASCO, zur diesjährigen Konferenz nach Chicago. Unter dem Motto «gemeinsames Wissen» stellten zahlreiche Pharmahersteller, neben Studienergebnissen für bereits erhältliche Medikamente, neue Wirkstoffe im Kampf gegen den Krebs vor.

Noch immer gelten Operation, Chemotherapie und Bestrahlung als die drei wichtigsten Pfeiler der Krebsbehandlung. Spätestens seit der ASCO-Konferenz vom vergangenen Jahr gilt die Immuntherapie als eine zukunftsträchtige Alternative. Eigentlich zerstört das Immunsystem entartete Krebszellen. Allerdings haben Tumore Strategien entwickelt, die das Immunsystem täuschen wenn nicht sogar ausschalten können. Hier setzt die Immuntherapie an. Mittels künstlich hergestellter Antikörper werden Tumorzellen «markiert». Das körpereigene Abwehrsystem erkennt die «markierten» Zellen und tötet sie ab oder hemmt sie zumindest am Wachstum.

Vor zwei Wochen konnten die auf diesem Gebiet führenden Anbieter wie Bristol-Myers Squibb und Merck in Chicago erneut vielversprechende Studien vorlegen. Schon heute kommt die Immuntherapie bei der Bekämpfung von Hautmelanomen oder Enddarmkrebs zur Anwendung. Wenige Tage vor Beginn des Kongresses erteilte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA der von Roche entwickelten Immuntherapie Tecentriq die provisorische Marktzulassung. Dieses Präparat kommt erst einmal nur gegen Blasenkrebs zur Anwendung. Die Ausweitung auf weitere Therapiegebiete ist jedoch geplant. Die im Sommer letzten Jahres entbrannte Diskussion um ausufernde Medikamentenpreise unterstreicht die Wichtigkeit neuer und bahnbrechender Therapieformen. Denn womöglich lassen sich in Zukunft nur noch mit solchen Präparaten überdurchschnittlich hohe Margen erzielen. Dementsprechend hart umkämpft ist die Immuntherapie. Neben Bristol-Myers Squibb, Merck und Roche strebt neu auch Novartis eine führende Stellung auf diesem Gebiet an. Weitere finanzkräftige Anbieter dürften folgen. (pd)

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