Wegen strengen Massnahmen gegen das Coronavirus: Gemeinden Au und Berneck sagen Abstimmung betreffend Sportanlage Tägeren ab

Die Coronakrise verunmöglicht die persönliche Meinungsbildung – und den Urnengang.

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Der FC Au-Berneck muss länger auf die Abstimmung über sein Projekt warten als geplant.

Der FC Au-Berneck muss länger auf die Abstimmung über sein Projekt warten als geplant.

Bild: Archiv/Remo Zollinger

(red/gk) Die Abstimmung über die Erneuerung der Sportanlage Tägeren in Au kann nicht wie geplant am 17. Mai stattfinden. Dies geben die beiden am Projekt beteiligten Gemeinden Au und Berneck in Mitteilungen bekannt. Die Absage wird primär damit begründet, dass eine persönliche Meinungsbildung an Informationsveranstaltungen (die ebenfalls abgesagt sind) so nicht möglich sei.

Der Gemeinderat Berneck hatte am 14. Januar die Investitionsvereinbarung mit der Politischen Gemeinde Au über eine Million Franken an die Kosten für die neue Infrastruktur (Garderoben- und Clubgebäude) auf der Sportanlage Tägeren genehmigt. Der Beschluss untersteht dem obligatorischen Finanzreferendum (Urnenabstimmung). Die beiden Gemeinderäte sahen vor, die Urnenabstimmung über das Gesamtprojekt in Au und den Investitionsbeitrag in Berneck am 17. Mai durchzuführen. Für die Meinungsbildung waren zwei öffentliche Informationsanlässe vorgesehen. Weil die Meinungsbildung unter den aktuellen Umständen nicht möglich ist, finden am 17. Mai auch keine eidgenössischen Abstimmungen statt.

Die strengen Massnahmen gegen das Coronavirus behindern nicht nur den politischen Ablauf auf Bundesebene, sondern auch die kommunale Meinungsbildung, indem beispielsweise die Infoanlässe nicht durchgeführt werden können. Unter diesen Umständen kamen die Gemeinderäte von Au und Berneck zum Schluss, auch die bereits angeordneten kommunalen Abstimmungen betreffend der Sportanlage Tägeren abzusagen. Die Gemeinderäte werden den neuen Abstimmungstermin in gegenseitiger Absprache zu einem späteren Zeitpunkt festlegen.