Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Weg in die Zukunft frei gemacht

«Wir machen den Weg frei», heisst ein Werbeslogan von Raiffeisen. Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter machten nun ihrerseits mit ihrem Ja zur Fusion mit dem Oberrheintal am Samstagabend ihrer Bank den Weg frei.
Max Pflüger

KRIESSERN. Wichtigstes Geschäft anlässlich der 70. GV der Raiffeisenbank Kriessern war die Beschlussfassung zur Fusion mit der Raiffeisenbank Oberes Rheintal. Nach kurzer Diskussion und ohne grundsätzliche Einwände gegen das Vorhaben nahmen die stimmberechtigten Genossenschafterinnen und Genossenschafter den Antrag des Verwaltungsrates mit 380 gegen 17 Stimmen mit überwältigender Deutlichkeit an.

Das Gesetz schränkt Kleine ein

Damit ist der Weg für eine Raiffeisenbankfiliale in Kriessern offen, denn die Selbständigkeit der Bank war durch die neueren regulatorischen Vorschriften für Banken in Frage gestellt.

Verwaltungsratspräsidentin Brigitte Lüchinger illustrierte dies anhand der Hypothekenberatung als Beispiel: Das Gesetz verlangt eine Fachkraft, die beratend tätig ist, eine, die administriert und eine, die entscheidet. Drei möglichst verschiedene Personen, die alle einen Stellvertreter brauchen.

«Wir brauchen heute,» so Brigitte Lüchinger, «den Compliance Beauftragten, den Risikobeauftragten, den Sicherheitsbeauftragten, den Geldwäschereibeauftragten, den Responsible Officer,... Und diese Komplexität lässt es nicht mehr zu, dass zwei Personen die ganze Bankenwelt im Griff haben.»

Kleine Banken, und Kriessern ist die zweitkleinste Raiffeisenbank im Kanton, haben gemäss der VR-Präsidentin keine Überlebenschance mehr.

Die Grosse Mehrheit stimmt zu

Der Weg einer eigenen Bankfiliale im Dorf kann nur über die Fusion mit einer grösseren Raiffeisenbank gesichert werden.

Dem vorgelegten Fusionsvertrag stimmte die grosse Mehrheit der anwesenden Genossenschafter zu. Rückwirkend auf 1. Januar 2016 soll die Fusion in Kraft treten. Dazu müssen allerdings auch die Stimmberechtigten der Raiffeisenbank Oberes Rheintal anlässlich ihrer GV am 23. April ebenfalls zustimmen.

Verabschiedet

Wenn die Fusion zustande kommt, braucht die dann neugeschaffene Raiffeisenbank weniger Verwaltungsräte. Von Kriessern werden daher Peter Dietsche, Peter Hutter und Marianne Hutter ausscheiden. Mit einem Präsent, mit herrlichen Karikaturen und mit herrlich spassigen Beiträgen wurden sie am Samstagabend würdig verabschiedet.

Auf gutem Kurs

Dass die Fusion wirtschaftlich nicht nötig gewesen wäre, zeigten die vorgelegten Berichte und die Jahresrechnung, die wiederum eine beachtliche Steigerung des Gewinns und aller wichtigen Kennzahlen auswies: Die Kriessener Bank ist gut unterwegs.

Die Genossenschafter und Genossenschafterinnen genehmigten denn auch diskussionslos und einstimmig die Rechnung 2015 sowie die Ausschüttung einer Dividende von 6%.

Mit viel Musik und einem hervorragenden Nachtessen beschloss die Raiffeisenbank Kriessern ihre letzte selbständige GV.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.