Wechsel an der Spitze der Grünen

Aktuell war das Vorprogramm der HV der Grünen Rheintal. Dieses war dem Rhein gewidmet. Neu werden die Grünen von einem Co-Präsidium geleitet. Die Verdienste des abtretenden Präsidenten Stefan Kirchgraber wurden gewürdigt.

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Die Grünen setzen sich dafür ein, dass das Projekt Rhesi sobald wie möglich umgesetzt werden kann. Rhesi ermöglicht Verbesserungen des Hochwasserschutzes am Alpenrhein. Dies ist dringend nötig, da die Auswirkungen der Klimaerwärmung das Risiko von Überschwemmungen erhöhen. Das Projekt beinhaltet auch Verbesserungen der Ökologie. Wie ist der aktuelle Stand dieses Projektes? Das fragten sich die Grünen und luden zwei Referenten ein, um im Vorfeld der kürzlich durchgeführten Hauptversammlung die aktuellen und geplanten Arbeiten am Rhein vorzustellen. Kurt Köppel stellte das Rhein-Unternehmen vor. Es ist verantwortlich für den baulichen Unterhalt des Rheins. Lukas Indermaur von der Interessengemeinschaft «Lebendiger Alpenrhein» erläuterte die anstehenden Renaturierungsprojekte.

Visionen werden Wirklichkeit

Präsident Stefan Kirchgraber hielt Rückschau auf ein Vereinsjahr, das von einer Reihe von Aktivitäten geprägt war. Im Mittelpunkt stand die Arbeit am Projekt «Energieautarkes Rheintal». Das Ziel des Projektes besteht darin, dass das Rheintal bis in 20 Jahren energieautark ist. Das heisst, dass die Energie, die im Rheintal konsumiert wird, auch hier produziert wird. Für die Umwelt, für die Wirtschaft und damit auch für die Region als Ganzes stellt dies eine Riesenchance dar. Die Projektideen sind vertieft worden. Partner sind gesucht worden. Anlässe wurden organisiert. Doch noch gibt es viel zu tun. Die Grünen sind überzeugt, dass die Zeit für ihre Ideen schlägt und dass das, was heute noch als Vision bezeichnet wird, bis in 20 Jahren Realität ist.

Politik mit Ecken und Kanten

Stefan Kirchgraber wies auf diverse weitere Aktionen hin, unter anderem auf die Unterschriftensammlungen für die Fair-Food-Initiative. Mit Freude stellte er fest, dass die Spitalvorlagen – die ja gerade für das Rheintal von grosser Bedeutung sind – überaus deutlich angenommen worden sind.

Meinrad Gschwend berichtete an der Versammlung aus dem Kantonsrat, und schliesslich konnte zum Thema «Wahlen» geschritten werden. Als Revisor hatte Walter Graber seinen Rücktritt erklärt. Er wird ersetzt durch Rosmarie Sieber-Koch. Aus beruflichen Gründen trat Präsident Stefan Kirchgraber von seinem Amt zurück.

Neu wurde ein Co-Präsidium gewählt. Dieses besteht aus Petra Rohner und Meinrad Gschwend. Die Interessen der Jungen Grünen werden im Vorstand von Diogo Zünd vertreten. Dem Vorstand gehören weiter an: Catherine Reiter und René Sieber.

Die Verdienste von Stefan Kirchgraber wurden gewürdigt und mit einer Skulptur aus Holz, das der Rhein angeschwemmt hatte, verdankt. «Stefan Kirchgraber hat Politik mit Ecken und Kanten gemacht», hiess es in der Laudatio. Mit Applaus wurde er verabschiedet. (pd)

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