Wasser und Wärme mehrfach nutzen

LÜCHINGEN. Gestern Abend stellte Gemüseproduzent Gregor Segmüller sein neues Betriebsgebäude an der Rietstrasse in Lüchingen vor. Es überzeugt nicht zuletzt durch seine ökologisch sinnvolle Technik.

Max Pflüger
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Gespannt verfolgen die Gäste die Ausführungen von Gregor Segmüller zu den technischen Einrichtungen im Untergeschoss des neuen Betriebsgebäudes. Ökologie wird hier grossgeschrieben. (Bild: Max Pflüger)

Gespannt verfolgen die Gäste die Ausführungen von Gregor Segmüller zu den technischen Einrichtungen im Untergeschoss des neuen Betriebsgebäudes. Ökologie wird hier grossgeschrieben. (Bild: Max Pflüger)

Über 50 Gäste, Angestellte und Handwerker, Zulieferer und Abnehmer sowie die Nachbarn waren gestern Abend zur Eröffnungsfeier des neuen Betriebsgebäudes von Gemüsebau Segmüller an der Rietstrasse in Lüchingen geladen. Nach einem feinen Apéro mit schmackhaften Gemüsedips aus eigener Produktion besichtigten die Besucher die interessante neue Anlage. Und nach dem Nachtessen stand eine höllische Show mit den gefürchigen Altstätter Riettüfel-Triber auf dem Programm.

Neu fertiggestellt wurde ein Betriebsgebäude mit Rüstraum, Verladerampen, Lager- und Kühlräumen sowie Büro- und Sozialräumen. Zusätzlich erstellt wurde ein Retensions- und Bewässerungsbecken mit einem Fassungsvermögen von rund 1200 Kubikmetern. Die Gesamtinvestitionen betragen über 2 Millionen Franken.

Zu den Sozialräumen gehört neben WC- und Duschanlagen für das Personal sowie einem Aufenthaltsraum vor allem auch eine Wohnung für Lehrlinge. Die Ausbildung des Nachwuchses ist Gregor Segmüller ein wichtiges Anliegen.

Ein zweites wichtiges Anliegen des Gemüseproduzenten ist der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Wasser und Energie vor allem werden möglichst sparsam eingesetzt.

Das Regenwasser der grossen Dachfläche sowie die grossen Abwassermengen vom Waschen des Gemüses werden im neuen Retensionsbecken gesammelt und stehen zur Bewässerung der Kulturen und Treibhäuser zur Verfügung. Es reicht bei lang anhaltender Trockenheit für rund vier Monate.

Das ganze Betriebsgebäude ist auf dem neuesten Stand der Technik gut isoliert. Beheizt werden die warmen Räume mit Fernwärme der NRG A des Wärmeverbunds Ost. Die bei der Kühlung der Lagerräume anfallende Wärme wird zurückgewonnen und in einem Warmwassertank zur weiteren Nutzung gespeichert.

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